|
HOTLINE
FÜR KATZENFREUNDE
Wenn
Ihr Schmusekätzchen plötzlich zu einem aggressiven Raubtier wird, Sofa
und Tapeten zerkratzt oder neuerdings auf den Teppich anstatt ins Katzenklo
uriniert, können Sie sich telefonisch Hilfe holen. Katzenpsychologin Janine
Baguhr hat eine Hotline eingerichtet und berät Sie in allen Fragen und
Problemen. Sie gibt Tipps, wie Sie eine zweite Katze in den Haushalt integrieren
können, wie Sie Ihrem Stubentiger am besten Medizin verabreichen oder
wenn sich das Verhalten Ihrer Katze geändert hat, weil ihr Spielgefährte
gestorben ist.
JANINE BAGUHR:„Katzensorgen-Hotline“
• Tel. 0190-551552,
Mo bis Fr 19-22 Uhr, Sa, So, Feiertage 12-20 Uhr
DER
ERSTE SONNENAUFGANG
Das
Gerangel darum, wo denn nun der erste Sonnenaufgang des neuen Jahrtausends
sein wird, hat schon vor einigen Jahren begonnen. Neuseeland musste das
Privileg an das Königreich Tonga abgeben, als dort kurzerhand die Sommerzeit
eingeführt wurde. Dann hat das pazifische Inselreich Kiribati mit offizieller
Genehmigung die Datumsgrenze verschoben und sich damit an die Spitze gesetzt.
Doch selbst wer die weite Reise auf sich nimmt und in die Südsee fährt,
kann sich nicht sicher sein, zu den ersten zu gehören, die das neue Jahrtausend
begrüßen. Die jüdische Zeitrechnung ist bereits im sechsten Jahrtausend
und der Islam erst im 15. Mondjahrhundert. Auch über den Beginn des 3.
Jahrtausends nach Christus ist man sich nicht einig: Da Kirchengelehrte
im sechsten Jahrhundert das Geburtsjahr Christi „1“ und nicht „0“ nannten,
ist es eigentlich erst der 1. Januar 2001. Außerdem hat sich Dionysius
Exiguus (ca. 545 n. Chr.), der für die christliche Zeitrechnung verantwortlich
ist, nach heutigen Erkenntnissen verschätzt, so dass wir bereits im Jahr
2005 sind. Liegt das große Ereignis nun noch vor uns oder haben wir es
schon verpasst?
DIE
WAHRE HERAUSFORDERUNG
Dass
der Fortschritt in Sachen Technik kaum noch aufzuhalten ist, wissen wir
spätestens seit Klonschaf „Dolly“. Auch Tische, die sich fürs Abendbrot
selbst decken und Raum-Jets, die uns in weniger als zwei Stunden von Frankfurt
nach Tokio bringen, sollen nicht mehr lange Utopie sein. Hier liegt also
keine wirkliche Herausforderung mehr fürs neue Jahrtausend. Dagegen sind
sich viele Wissenschaftler darüber einig, dass ein dank modernster Technologien
nie dagewesener Wohlstand gleichzeitig zu einer immer größeren inneren
Leere führen wird. Sind die meisten Bedürfnisse auf der materiellen Seite
erfüllt, drängt sich die Frage nach dem eigentlichen Zweck unseres Hierseins
mehr und mehr in den Vordergrund. David Kristof, Direktor des Millennium-Kommitees
von New York meint: „Spiritualität wird der heilige Gral der Zukunft sein.“
Er glaubt, dass sich die Menschheit an einer höheren Autorität als der
Staatsmaschinerie orientieren wird und dass sich religiöse, rassische
und nationale Grenzen auflösen werden. Herb London, Chef des Hudson Instituts
und Herausgeber des Magazins „American Outlook“, hat die Vision von einer
„neuen weltweiten Religion, die toleranter ist als die heutigen“. Bleibt
zu hoffen, dass wir uns – wie David Kristof voraussieht – darauf besinnen,
den menschlichen Drang zur Zerstörung tatsächlich zu stoppen. Ansonsten
brauchen wir uns über innere Werte zumindest auf dieser Erde vielleicht
nicht mehr lange den Kopf zu zerbrechen.
ORAKELPLATZ
IN BERLIN
In
Berlin entsteht zur Jahrtausendwende ein Orakelplatz. Die Idee dazu hatte
der Konzeptkünstler Bonger Voges, inspiriert durch das altchinesische
Weisheitsbuch I Ging. Besuchern soll ein einzigartiges Zusammenwirken
von Kunst, Stadtarchitektur und asiatischer Weisheit geboten werden. Weithin
sichtbar werden auf dem Dach des inneren Gebäuderondells 64 große Windtafeln
(2,5 m x 2,5 m) in der Farbfolge des Spektralkreises installiert. Den
Windtafeln zugeordnet sind im Boden eingelassene Texttafeln, auf welchen
64 international bekannte Persönlichkeiten ihre Lebensphilosophie beschreiben.
Mit dem Projekt soll eine Brücke zwischen dem europäischen und dem asiatischen
Kulturraum geschaffen werden. Der Verein „Orakel von Berlin e. V.“, der
sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert, fördert das Kunstprojekt
und ist verantwortlich für die künstlerische und kommunikative Arbeit.
Nach Fertigstellung werden zum Orakel von Berlin jährlich etwa drei Millionen
Besucher erwartet.
Wellness
im Trend
Trendforscher
haben herausgefunden, dass weniger Geld für Waren ausgegeben wird. „Allein
die Ausgaben der Haushalte für Telekommunikation sind stark gestiegen“,
sagt Ulf Kalkmann, Geschäftsführer der Fachverbände des Hamburger Einzelhandels.
Die Bürger legen derzeit mehr Wert auf Lebensqualität, sie lassen sich
körperliche und geistige Fitness etwas kosten.
MARSMENSCH
VOR GERICHT
Vor
einem kanadischen Gericht hat René Joly Klage gegen Verteidigungsminister
Art Eggleton, die City Bank und mehrere Drogeriemärkte erhoben. Der Kläger
vermutet ein Mordkomplott. Er behauptet, kanadische Soldaten hätten ihm
einen Mikrochip in sein Gehirn implantiert und die Drogeriekette habe
ihm Gift statt Medikamente verkauft. Der City-Bank wirft er Kreditkartenbetrug
vor. Da René Joly jedoch nach eigener Aussage aus Erbmaterial geklont
wurde, welches die NASA in den 60er Jahren auf dem Mars entdeckt habe,
hat der Richter seine Klage abgewiesen. Als Marsmensch habe er keinen
Status vor Gericht. So wird René Joly auch mit weiteren Klagen wie etwa
gegen Präsident Clinton, den CIA sowie die kanadische Justizministerin
Anne McClallen vor Gericht keine Chance haben.
DIE
ELBE WIRD GESUND
Die
Internationale Kommission zum Schutz der Elbe hat dem Fluss eine deutlich
niedrigere Umweltbelastung bescheinigt als noch vor zehn Jahren. Schon
jetzt sei die Elbe wieder fast gesund. In noch einmal 15 Jahren soll die
Wasserqualität wieder Stufe II (gering belastet) erreicht haben.
|