KGS trifft... Sohei­la

Wenn wir wis­sen, wer wir sind, sind wir heil. Die­se Er­kennt­nis steht im Zen­trum der Ar­beit der in Per­si­en ge­bo­re­nen Hell­se­he­rin und Scha­ma­nin Sohei­la, die seit 20 Jah­ren Men­schen auf ih­rem Weg zu Ge­sund­heit und in­ne­rer Frei­heit be­g­lei­tet und sie mit ih­ren me­dia­len Fähig­kei­ten und ih­rem scha­ma­ni­schen Wis­sen un­ter­s­tützt. Mo­ni­ka Knapp hat Sohei­la, die seit 40 Jah­ren mit ih­rer Fa­mi­lie in Deutsch­land lebt, ge­trof­fen und mit ihr über ih­re be­son­de­ren Ga­ben, über Lie­be und Hei­lung ge­s­pro­chen

Sohei­la, Sie sind ei­ne ge­bo­re­ne Hei­le­rin und Hell­se­he­rin. Wann und wie ha­ben Sie ge­merkt, dass Sie die­se be­son­de­ren Fähig­kei­ten ha­ben?

Schon als ich drei Jah­re alt war, konn­te ich die En­er­gie von En­geln spü­ren. Ich war da­mals krank mit ei­ner hef­ti­gen Bron­chi­tis. In mei­nem Zim­mer auf dem Schrank stand ein Bild von ei­nem En­gel, und ich konn­te spü­ren, wie die En­er­gie des En­gels zu mir und um mich her­um ge­f­los­sen ist. Ein paar Mi­nu­ten spä­ter wa­ren Hus­ten und Bron­chi­tis ver­schwun­den. Ich weiß, das klingt un­glaub­lich, aber ich weiß auch, dass es ge­nau­so war.

Mit sie­ben Jah­ren konn­te ich auf der geis­ti­gen Ebe­ne Ver­s­tor­be­ne spü­ren und mit acht Jah­ren, als wir noch in Per­si­en wa­ren, konn­te ich Er­eig­nis­se vor­aus­se­hen. Die­se Wahr­neh­mun­gen wur­den im­mer stär­ker, bis ich un­ge­fähr 13 oder 14 Jah­re alt war. Wenn ich in den Spie­gel ge­schaut ha­be, konn­te ich außer mei­nem ak­tu­el­len Spie­gel­bild auch mei­ne Ge­sich­ter aus frühe­ren Le­ben se­hen.

Zwi­schen 14 und 16 ha­be ich ge­d­acht, ich wür­de ver­rückt. Ich wuss­te nicht, was mit mir und in mir pas­siert. Ich ha­be dann ver­sucht es zu igno­rie­ren, aber mei­ne me­dia­len Fähig­kei­ten wur­den im­mer stär­ker. Ich ha­be ver­sucht, je­man­den zu fin­den, der mir hilft, und ha­be ei­ne Da­me ken­nen­ge­lernt, die aber so viel Geld von mir woll­te, dass ich mich ent­schie­den ha­be, sel­ber her­aus­zu­fin­den, wer ich bin mit die­ser Ga­be, die Gott mir ge­ge­ben hat. 

Gibt es die Ga­be auch bei an­de­ren Mit­g­lie­dern Ih­rer Fa­mi­lie?

Mei­ne Mut­ter hat mir er­zählt, dass mein Ur­großva­ter ein Scha­ma­ne war und auch Din­ge vor­her­sa­gen konn­te. Mei­ne Mut­ter sag­te zu mir: „Du hast es von ihm ge­erbt.“

Als ich das wuss­te, ha­be ich an­ge­fan­gen, im­mer mehr zu er­for­schen, wer ich bin. Die En­er­gie be­gann frei­er und stär­ker in mir zu fließen. Mit der Zeit wur­de mir klar, ich bin ei­ne Hell­se­he­rin und ei­ne See­len­hei­le­rin, auch ei­ne ge­bo­re­ne Scha­ma­nin. Mir wur­de klar, dass mei­ne Auf­ga­be auf die­ser Er­de ist, das, was ich spü­re, an­de­ren Men­schen wei­ter­zu­ge­ben und sie zu hei­len. Seit 20 Jah­ren ar­bei­te ich jetzt da­mit.

Was ist Ih­nen das Wich­tigs­te in Ih­rer Ar­beit?

Das Al­ler­wich­tigs­te ist die Lie­be. Ich spü­re, dass Lie­be Hei­lung ist, für die Er­de und al­le Men­schen. Des­halb ist für mich auch die Be­zie­hung zu uns selbst sehr wich­tig. Wenn je­mand zu mir kommt, fan­ge ich mit der Fra­ge an: Wer bist du? Und wer möch­test du sein? Was ist dei­ne Na­tur? Ich glau­be, wenn man weiß, wer man ist, wird man auch ge­heilt. Un­ser Leid und un­se­re Schmer­zen kom­men von un­se­ren Glau­bens­sät­zen. Es kommt da­von, wie wir uns be­wer­ten und ge­lernt ha­ben, an­de­re zu be­wer­ten. Des­halb ist für mich Selbst­lie­be so wich­tig! Und dann na­tür­lich die Nächs­ten­lie­be. So wie Je­sus es auch ge­sagt hat: Lie­be dei­nen Nächs­ten wie dich selbst. Es be­ginnt mit der Selbst­lie­be, mit Acht­sam­keit und Re­spekt uns selbst ge­genüber, Ver­trau­en zu uns selbst. Und wenn wir dann die an­de­ren re­spek­tie­ren und ih­nen Ver­trau­en schen­ken, ha­ben wir das Pa­ra­dies.

Wie kann man den ers­ten Schritt in Rich­tung Selbst­lie­be ge­hen? Das ist ja für uns al­le ein schwie­ri­ges The­ma.

Ja, das ist sehr schwie­rig. Man kann nicht ein­fach wie bei Kopf­sch­mer­zen ei­ne Ta­blet­te neh­men – die See­le braucht ih­re Zeit. Als klei­ne Kin­der wis­sen wir noch, wer wir sind. Wir sind al­le als En­gel ge­bo­ren wor­den. Aber durch die Er­zie­hung, durch die Schu­le und die Ge­sell­schaft ver­än­dern wir uns. Wir ver­ges­sen un­ser wah­res Ich.

In mei­ner Ar­beit ge­he ich Schritt für Schritt vor. Ich un­ter­s­tüt­ze den Men­schen, der zu mir kommt, da­bei, her­aus­zu­fin­den, wer er ist. Ich schaue, wo Blo­cka­den sind, war­um er viel­leicht sein Herz zu­ge­macht hat, und ge­be ihr oder ihm Übun­gen, mit de­nen sie oder er an­fan­gen kann, sich selbst zu lie­ben und zu ver­trau­en. Denn mit Ver­trau­en fängt es an. Durch Ver­trau­en be­kommt man Kraft, durch Kraft be­kommt man Mut. Ver­trau­en ist der Schlüs­sel.

Was be­deu­tet für Sie Hei­lung?

Wenn Kör­per, Geist und See­le in Har­mo­nie mit­ein­an­der sind, dann sind wir ge­heilt. Aber das ist nicht so ein­fach. Es be­deu­tet, dass ich mei­ne Ge­dan­ken und mei­ne Glau­bens­sät­ze ver­än­dern muss.

Be­deu­tet Hei­lung auch im­mer, dass der Kör­per ge­heilt wird?

Mei­ne Er­fah­rung als Ka­nal und Hei­le­rin ist, dass der Kör­per heilt, wenn die See­le heilt. Und da­bei spie­len un­se­re Ge­dan­ken und un­se­re Glau­bens­sät­ze ei­ne ganz große Rol­le. See­le, Kör­per und Geist ha­ben je­weils ih­re ei­ge­ne Wahr­heit. Ich fin­de es am al­ler­schwie­rigs­ten, un­se­re Glau­bens­sät­ze zu ver­än­dern. Wenn wir das schaf­fen, ver­än­dert das un­se­re Welt.

Was ist Glück für Sie?

Für mich ist Lie­be das A und O. Lie­be ist für mich Hei­lung. Die Lie­be zu uns selbst, die Be­zie­hung zu uns selbst. Wenn ich weiß, wer ich wirk­lich bin, dann weiß ich auch, was mich glück­lich macht. Wenn ich mir selbst to­tal treu bin, oh­ne Schuld­ge­füh­le und schlech­tes Ge­wis­sen, aus der Lie­be zu mir selbst her­aus und oh­ne an­de­ren weh­zu­tun, dann bin ich ein glück­li­cher Mensch. Das Wich­tigs­te ist für mich zu wis­sen: Wer bin ich? Ich ha­be das Gött­li­che in mir und wenn ich das spü­re, dann spü­re ich Glück.

Ha­ben Sie das Ge­fühl, dass im­mer mehr Men­schen ei­nen spi­ri­tu­el­len Weg ge­hen?

Ja, ich ha­be das Ge­fühl, vie­le Men­schen wer­den wa­cher. Für mich be­deu­tet Spi­ri­tua­lität, be­wuss­ter zu le­ben. Und das fängt bei je­dem selbst an. Wenn du dich ver­än­derst, kannst du die Welt ver­än­dern. Nicht so viel re­den, son­dern han­deln. Be­wer­te nicht, nimm Din­ge nicht per­sön­lich – denn das musst du nicht, wenn du wirk­lich weißt, wer du bist – und tue dein Best­mög­li­ches.

Es ist so ein­fach, die Lie­be fließen zu las­sen – und Lie­be ist Hei­lung!

Dan­ke für das Ge­spräch, Sohei­la.

 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen über Se­mi­na­re und Ein­zel­be­ra­tun­gen: Sohei­la Be­sha­ra­ti­an,
Pra­xis für Ganz­heit­li­che Ge­sund­heit, Pin­ne­ber­ger Chaus­see 100 b, 22523 Ham­burg,
Te­le­fon 040-53 87 95 01, www.sohei­la.de

 

 

 

erschienen am: 30.05.2014