SPIRIT CINEMA – KINOFILME UND DVDs
REALITY XL

Der renommierte Professor Konstantin Carus arbeitet am Kernforschungsinstitut CERN. Nach einer Schicht im Kontrollraum des Teilchenbeschleunigers, mit dem er zusammen mit einer Gruppe von Forschern Experimente durchführt, verlässt er als Einziger den Raum wieder. Der Rest der Gruppe ist spurlos verschwunden.
Was wirklich während des Experiments passierte, versucht das Ermittlerduo Robin Spector und Sophia Dekkers herauszufinden. Doch Carus gibt sich rätselhaft. Und welche Rolle spielt der mysteriöse Stenograf Antoine? Heiner Lauterbach mimt einen Mitarbeiter des Kernforschungsinstitutes CERN, der nach einer Schicht am Teilchenbeschleuniger als Einziger der Forschergruppe das Labor wieder verlässt und hierauf von einem geheimnisvollen Ermittlerduo, gespielt von Max Tidof und Annika Blendl, in eben jenem kellerartigen Raum zu den Vorfällen befragt wird.
Tatort-Regisseur Tom Bohn liefert mit Reality XL einen unangepassten und unabhängigen Thriller als gespenstisches Kammerspiel ab. Bohn hat das Drehbuch selbst geschrieben, den Film selbst inszeniert und produziert und kümmert sich auch noch um den Verleih. Herausgekommen ist ein Mystery Thriller mit teils surrealen teils übersinnlichen Stimmungen, der die großen Existenz- und Glaubensfragen packend thematisiert.
TOM BOHN: Reality XL • Schröder Media 2012, DVD/Blu-ray, 81 Minuten
VERLOSUNG. Gewinnen Sie eine von drei DVDs Reality XL. Einfach E-Mail schreiben an redaktion@kgs-hamburg.de oder Postkarte an KGS Hamburg, Redaktion, Bornstraße 4, 20146 Hamburg. Einsendeschluss: 7. Mai 2012. Stichwort: Reality.
AWAKE – ein Reiseführer ins Erwachen

95 Prozent unseres Verhaltens wird von unserem Unterbewusstsein gesteuert, 95 Prozent unserer DNS sind ungenutzt – das menschliche Potenzial scheint noch ziemlich am Anfang seiner tatsächlichen Möglichkeiten zu stecken.
Wie konnte es geschehen, dass unsere Welt vor einem Kollaps aller Systeme steht? Warum hat der Mensch seine Verbindung zu Gott und zur Natur verloren? Und was können wir tun, um wieder ins Lot zu kommen? Mit diesen Fragen im Gepäck machte sich Catharina Roland auf den Weg um den Globus. Ihr Film gibt Antworten auf die brennenden Fragen unserer Zeit. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine tief bereichernde, transformierende Reise zu zahlreichen Visionären wie Nassim Haramein und Barbara Marx-Hubbard und spirituellen Lehrern wie Mooji, Neale Donald Walsch und Rüdiger Dahlke und anderen. Schwerpunkt des Films von Catharina Roland sind praktische und leicht anwendbare Tools und Übungen, die uns beim Prozess des Erwachens unterstützen.
CATHARINA ROLAND: Awake – ein Reiseführer ins Erwachen • Trinity 2012, DVD, 100 Minuten
DAS GEHEIMNIS DES GLÜCKS

Basierend auf dem gleichnamigen Glücksbuch-Bestseller aus den USA von John Selby (Foto), Richard Greninger und William Gladstone gibt es nun eine DVD-Dokumentation über Prominente und weniger Prominente.
Sie zeichnen ihren ganz persönlichen Weg zum Glück für den Zuschauer nach, in Interviews zu Politik, Religion, Kunst, Wirtschaft, Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft. Mit Mariel Hemingway, Sri Sri Ravishankar, Neale Donald Walsch (Gespräche mit Gott), Jack Canfield, Autor des Buches Hühnersuppe für die Seele u.v.a. Im Zentrum des Buches und der DVD steht das erfolgreiche Master Key System von Charles Haanel. Lebensglück bedeutet hier nicht Erfolg oder Reichtum, sondern das Erreichen des persönlichen Glücksgefühls, da zu sein und das zu leben, was Menschen sich im Innersten wünschen. In weniger als fünf Minuten täglich können Teilnehmer dieses Programms den Prozess des Manifestierens von Wünschen in Bewegung setzen, lebendig halten und genau das Leben leben, das sie sich erträumt haben.
RICHARD GRENINGER, JOHN SELBY, WILLIAM GLADSTONE: Das Geheimnis des Glücks • Allegria 2012, DVD, 90 Minuten
AUSGERECHNET SIBIRIEN

Matthias Bleuel (Joachim Król) lebt nach der Scheidung von seiner Frau (Katja Riemann) allein in seinem Reihenhaus in Leverkusen. Die Trennung noch nicht ganz verwunden, hat er sich eingerichtet in ein geordnetes, übersichtliches Leben. Bis er von seinem Chef (Michael Degen) beauftragt wird, eine neue Software in das winzige Verkaufsbüro in Sibirien einzuführen.
Sein Reiseziel Kemerovo liegt buchstäblich am anderen Ende der Welt – Bleuel ist wenig begeistert, bereitet sich aber mit Daunenmantel, Pfefferspray, Desinfektionsmittel und sonstigen Utensilien akribisch auf die Reise vor. Aber spätestens als sein Anschlussflug in Novosibirsk gestrichen wird, ist Bleuel aufgeschmissen, ohne Sprachkenntnisse hat er keine Ahnung, wie es weitergeht. Aber irgendwie geht es immer weiter, wenn zum Beispiel wie durch ein Wunder plötzlich ein alter Schulfreund (Armin Rohde) vor Bleuel auftaucht, der sich bestens auskennt mit Land und Leuten.
Mit dessen Hilfe gelangt Bleuel ans Ziel seiner Reise, ahnt aber noch nicht, dass er, der eigentlich nie von zu Hause weg wollte, nun gar nicht mehr zurück will. Dafür muss er erst den Gesang einer geheimnisvoll-schönen Frau hören, der ihn an sein Schamanen-Hörbuch erinnert; und als er auch noch die mythischen Hintergründe von der schorischen Sängerin Sajana (Yulia Men) erfährt, ist er wie ausgewechselt: Er beschließt, den Sprung in ein neues Leben zu wagen und seiner Liebe in ein abgelegenes Dorf hinterherzureisen.
Der neue Film von Ralf Huettner (Vincent will Meer), handelt von großem Mut, der Liebe, und der Chance, alles zu verändern, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Ada Rompf
RALF HUETTNER: Ausgerechnet Sibirien • Deutschland/Russland 2012, 100 Minuten, Kinostart: 10. Mai 2012
50/50 – FREUNDE FÜRS (ÜBER)LEBEN

Die Eröffnung des Arztes, dass Adam an einer seltenen Krebsart leidet, ist kurz, knapp und mitleidlos. Eigentlich wollte Adam (Joseph Gordon-Levitt) nur wegen seiner Rückenschmerzen zum Arzt, doch dann die schockierende Diagnose – seine Überlebenschancen stehen 50 zu 50.
Noch keine 30, mit coolem Job und einer hübschen Freundin, wird Adams Welt schlagartig eine andere. Jetzt verbringt er seine Zeit in Wartezimmern und sein Tagesablauf wird von Arztterminen bestimmt. Massiv aufgehellt wird diese finstere Welt durch zwei erfahrene Mitpatienten, die schon länger mit ihrer Krankheit leben, sich aber mit viel Witz und schwarzem Humor ihrer Therapie entspannt hingeben. Mit diesen Kumpels im Ausnahmezustand fühlt Adam sich gut aufgehoben, denn die Menschen, die ihm am nächsten stehen, sind restlos überfordert mit seiner Krankheit; besonders seine dominante Mutter (Anjelica Huston) ist eher eine zusätzliche Belastung in ihrer herrischen Art. Dennoch gelingt es Adam, bei all dem seinen Humor zu behalten.
Im Ernst: Geht das, eine Komödie über Krebs? Es geht. Der Drehbuchautor Will Reiser verarbeitet mit großem Feingefühl und Witz, aber nie respektlos, die eigenen Erfahrungen seiner Krebserkrankung und dass man selbst in der schlimmsten Katastrophe noch lachen kann. Ada Rompf
JONATHAN LEVINE: 50/50 Freunde fürs (Über)Leben • USA 2011, 100 Minuten, Start: 3. Mai 2012
MARLEY

Dem Phänomen der Reggae-Legende Bob Marley auf die Spur zu kommen, haben schon viele vor ihm versucht. Mit dem Segen und der ausdrücklichen Unterstützung der Marley-Familie erhielt der Filmemacher Kevin Macdonald als Erster Zugang zu bisher unveröffentlichtem Material.
Er traf Freunde und Weggefährten Bob Marleys, die bisher noch nie vor der Kamera gesprochen haben. In Gesprächen mit seiner Familie ebenso wie mit den musikalischen Freunden gelingt Kevin Macdonald ein vielschichtiges Porträt des charismatischen Musikers, der noch 30 Jahre nach seinem Tod eine anwachsende Fangemeinde hat und überall auf der Welt, wo sich politischer Protest formiert, gehört wird. Dabei bleibt der Mythos des Weltstars unangetastet, obwohl auch die dunklen Seiten nicht ausgespart werden. Marleys Verhältnis zu Frauen ist legendär, er hatte elf Kinder von sieben Frauen. Auch dass er sich als anfangs experimentierfreudiger Musiker aus Erfolgsgründen auf den Reggae-Sound festlegen ließ, machte ihn schließlich zur Legende.
In der schillernden Vita von Bob Marley gibt es immer noch Neues zu entdecken, wie der Regisseur und Oscarpreisträger Kevin Macdonald in seiner methodisch genauen Dokumentation deutlich macht; aufrichtig, unterhaltsam und tief berührend wird er dem Menschenfreund wie dem Musiker Bob Marley gerecht, dessen musikalische Botschaft damals wie heute die Menschen auf der ganzen Welt zu einen vermag. Ada Rompf
Foto: © Studio / Produzent
KEVIN MACDONALD: Marley • USA 2012, 144 Minuten, Start: 17. Mai 2012
DAS GEHEIMNIS DER HEILUNG

Ein gelähmter Cellist kehrt zurück auf die Konzertbühne, auch wenn das nach vier Hirnoperationen ausgeschlossen schien. Er braucht keinen Rollstuhl mehr, weil er lernte, die Kraft innerer Bilder zu nutzen.
Der Wissenschaftsjournalist Joachim Faulstich beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit alternativen Heilverfahren und aktueller Bewusstseinsforschung. Der Autor des Buches Das Geheimnis der Heilung (Knaur MensSana 2010) zeigt auf, dass die Medizin an einem Wendepunkt steht, wenn aktuelle Forschungsergebnisse altes Erfahrungswissen bestätigen. Der rationale und der magische Anteil des Menschen möchten im neuen Jahrtausend endlich zusammenwachsen, und Joachim Faulstich legt anhand umfassend recherchierter Fakten dar, wie die Menschheit ein integrales Bewusstsein entwickeln kann, hin zu einer Heilkunst, in der Körper und Seele untrennbar verbunden sind. Was Neurobiologen und Hirnforscher herausfanden, wird in bildhafter Sprache für jeden verständlich: Ein unsichtbares Netzwerk verbindet Körper, Geist und Seele. Es ist unberechenbar, aber es strebt nach Kohärenz, nach Einklang. Jeder Mensch kann Einfluss darauf nehmen, doch es gibt kein „Rezept“, das für alle gilt. Sicher ist nur eines: Uralte, gleichsam von der Zeit geprüfte Methoden können helfen, die tiefsten Schichten des Geistes zu erreichen und so das Netzwerk positiv zu beeinflussen. Joachim Faulstich stellt anhand zweier detaillierter Krankengeschichten von erfolgreichen Spontanheilungen vor, wie die Kraft innerer Bilder Einfluss auf Krankheit und Heilung nimmt. P.K.
JOACHIM FAULSTICH: Das Geheimnis der Heilung • Knaur MensSana 2012, DVD, 80 Minuten
DIE HEILER

Filme sind ein sehr gutes Medium, um Ideen unter die Menschen zu bringen und Bewusstsein zu schaffen. Das hat auch der Dokumentarfilmer, Heiler und spirituelle Lebensberater Wolfgang T. Müller erkannt und er fasste den Entschluss, einen Dokumentarfilm über geistiges Heilen zu drehen.
Der in Spielfilmlänge gedrehte Dokumentarfilm soll dem Zuschauer eindringlich die Kraft der Selbstheilung vor Augen führen und ihm deutlich machen, dass jeder Einzelne die Verantwortung für seine Gesundheit selbst übernehmen muss. Energetisch arbeitende Heiler und Lehrer können dabei Wegbegleitung, Stütze, Richtungsweiser, Vertrauter, Freund und auch Türöffner sein. Doch um Heilung erfahren zu dürfen, muss der Patient selbst durch die Türe gehen.
Im Film kommen rund 20 Heiler, Ärzte, Therapeuten und Lebenslehrer zu Wort und schildern in eindrucksvoller und bewegender Weise ihren jeweils eigenen Weg zum Heiler. Modern denkende Schulmediziner und Ärzte wie der Bestsellerautor Rüdiger Dahlke schlagen auf teilweise humorvolle, jedoch auch auf sehr eindringliche Art die Brücke zwischen geistiger Heilung und traditioneller Schulmedizin. In diesem Dokumentarfilm werden wichtige und mutige Statements an die Zuschauer gerichtet. Dies insbesondere zum Wohle der Patienten; denn schließlich ist es mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass viele körperliche Beschwerden ihre Ursache auch in der seelischen Verfassung haben. „Mit meinem Film möchte ich die Menschen in der Seele berühren, sie nachdenklich machen und dazu bringen, die geistigen Gesetze und ihre Mitmenschen danach vielleicht anders zu betrachten“, so der Filmemacher Wolfgang T. Müller. Die Heiler ist ein ruhiger, dennoch sehr spannender Film geworden – voller Informationen, die vielen Menschen bislang noch nicht bekannt sein dürften.
Foto: Wolfgang T. Müller
WOLFGANG T. MÜLLER: Die Heiler • Horizon 2012, DVD, 80 Minuten
DER ZERBROCHENE MOND

In einer der menschenfeindlichsten Gegenden der Erde begleitet Marcos Negrão sechs Monate im Herzen des Himalajas den Nomaden Sonan mit seinem Stamm in der Region Ladakh behutsam mit der Kamera.
Dieses Gebiet nennen die Einwohner wegen seines zerklüfteten, einer Mondlandschaft ähnelnden Aussehens seit jeher „zerbrochener Mond“. Die Erwärmung des Klimas macht diesen Landstrich noch unwirklicher – die Flüsse trocknen aus und verwandeln Täler endgültig in Wüsten. Die Nomaden können nicht mehr auf traditionelle Art leben. Angesichts des drohenden Untergangs seines eigenen Volkes sucht Sonan verzweifelt nach Möglichkeiten, dieses Schicksal abzuwenden.
Unwirklich und atemberaubend schön erstreckt sich das Gebiet rund um das Himalaja-Gebirge. Doch der Klimawandel schreitet auch hier unaufhörlich voran und gefährdet die Menschen, die in dieser isolierten Gegend im Einklang mit der Natur überleben müssen.
Die mit bisher 25 Preisen international ausgezeichnete Dokumentation erzählt die bewegende Geschichte von den dramatischen Veränderungen im Leben des alten Nomaden Sonan und seines Volkes. Regisseur Marcos Negrão ist es mit diesem Film gelungen, dem Zuschauer einen authentischen Einblick in eine vollkommen andere und zum größten Teil unbekannte Welt zu gewähren. Eine Dokumentation über den Glauben und die Opfer eines Volkes, das bereits massiv unter den Folgen des Klimawandels leidet, – und über den verhängnisvollen Kurs, den die Menschheit eingeschlagen hat. In ladakhischer Sprache mit Untertiteln.
MARCOS NEGRAO: Der zerbrochene Mond • Schröder Media 2012, DVD/Blu-ray, 72 Minuten
INFINITY – DAS LEBEN ENDET NIE

Was geschieht, wenn wir diese Welt verlassen? Verschwinden wir einfach? Oder gibt es ein Leben danach? Regisseur Jay Weidner (Foto) widmet sich den großen essentiellen Fragen der Menschheit mit diesem Film, der sich ganz um Reinkarnation und Nahtoderfahrungen dreht.
Er offenbart die ewige Natur unseres Seins und die grenzenlose Schönheit, die uns nach dem Übergang erwartet, anhand allerneuester Erkenntnisse der östlichen und westlichen Wissenschaft. Einige der bedeutendsten Bewusstseinsforscher geben Einblick in das ultimative Geheimnis der Menschheit. „Wir wissen, dass das, was wir unsere Seele nennen, eine energetische Essenz ist. Unsere Wissenschaft hat das gerade erst entdeckt. Und so ist der Tod nicht das Ende von allem“, sagt Gregg Braden, einer der namhaften Autoren und Referenten, die auf dieser DVD zu Wort kommen. Auch dabei: Neale Donald Walsch, Brian L. Weiss, Alberto Villoldo, Stanislav Grof, John Holland, Renate Dollinger, Dannion Brinkley, Robert Thurman und Dzogchen Ponlop. Atemberaubende Fraktal-Animationen von Jock Cooper machen diese DVD auch optisch zu einem Genuss.
JAY WEIDNER: Infinity – Das Leben endet nie • Amra 2012, DVD, 93 Minuten
HARUS REISE

Der ehemalige Fischer Tadao verbringt seinen Lebensabend mit seiner Enkelin Haru in einem Fischerdorf. Als Haru ihren Job verliert und in die Stadt ziehen will, muss sie jemanden finden, der den pflegebedürftigen Großvater versorgt.
Der durch einen Unfall gehbehinderte alte Mann weigert sich, mit ihr nach Tokio zu gehen. Deshalb macht sich das ungleiche Paar Haru und Tadao auf, ein Familienmitglied zu finden, das den pflegebedürftigen Alten aufnehmen kann. Während Tadao unausweichlich mit seiner schmerzvollen Vergangenheit konfrontiert wird, muss sich Enkelin Haru entscheiden: Bleibt sie bei ihrem Großvater oder geht sie nach Tokio? Da bietet sich plötzlich die Chance für Haru, ihren lange verschollenen Vater Shinichi aufzusuchen, den sie nie kennengelernt hat ...
Mit seinem kommerziell bislang erfolgreichsten Film wandelt der japanische Regisseur Masahiro Kobayashi auf den Spuren des großen Yasujiro Ozu. Harus Reise erscheint fast wie ein modernes Remake der Reise nach Tokio. Wie Yasujiro Ozu beschäftigt sich auch Masahiro Kobayashi in seinem Roadmovie mit dem Zerbrechen der traditionellen Familienstrukturen und beklagt den Verlust der Harmonie in der japanischen Kultur und Gesellschaft.
Mit dem legendären Schauspieler Tatsuya Nakadai in der Rolle des dickköpfigen Großvaters weist der Film einen veritablen Star des japanischen Kinos auf, unvergessen aus Filmen wie Die sieben Samurai, Kagemusha oder Barfuß durch die Hölle. Mit seiner Darstellung eines bewusst altmodischen Jedermanns, in dessen Mimik sich die Tragik und Hoffnung eines zu Ende gehenden Lebens spiegeln, gelingt Nakadai unter Kobayashis Regie eine große Altersrolle. Harus Reise ist ein hinreißend inszeniertes und gespieltes Melodram und Roadmovie, das einen unverstellten Einblick in das Leben im modernen Japan bietet. Der Film wurde über weite Strecken in jenem Gebiet der japanischen Hauptinsel Honshu gedreht, das von der Tsunami-Katastrophe im März 2011 unmittelbar betroffen war.
MASAHIRO KOBAYASHI: Harus Reise • Alive 2010, DVD, 129 Minuten
THE MUSIC NEVER STOPPED

Zwanzig Jahre hörte Henry (J. K. Simmons) nichts von seinem Sohn, bis ihn ein Anruf aus dem Krankenhaus erreicht: Gabriel (Lou Taylor Pucci) ist an einem Gehirntumor erkrankt, der sofort operiert werden muss. Der Tumor ist zwar gutartig, doch sein Erinnerungsvermögen ist stark geschädigt. Es ist nicht leicht für Henry, wieder Kontakt zu seinem verlorenen Sohn herzustellen ...
Der hatte nach einem heftigen Streit sein Elternhaus verlassen, um sich Ende der 60er Jahre der Anti-Vietnam-Bewegung anzuschließen und verehrte lieber Grateful Dead, die Beatles oder Bob Dylan. Er wünscht sich die glücklichen Zeiten zurück, als sie für die gleiche Musik schwärmten. Doch mit allen Mitteln versucht Henry wieder Zugang zu Gabriel zu finden. Auf der Suche nach einer effektiven Therapie findet er eine Musiktherapeutin (Julia Ormond), die erkannt hat, dass eine enge Verbindung zwischen Musik und Gehirn besteht – man muss nur die „richtige“ Musik finden, um noch intakte Bereiche im Erinnerungsvermögen zu aktivieren. Für Gabriel ist es „All You Need is Love“ von den Beatles. Ein Volltreffer, der Gabriel aus seiner Lethargie reißt und ihn zeitweise fast normal erscheinen lässt.
Oliver Sacks, Erforscher neurologischer Grenzerfahrung, dessen Buch Awakenings – Zeit des Erwachens schon einmal als Vorlage für einen Spielfilm diente, entdeckte, dass Musik eine genauso starke Wirkung haben kann wie Medikamente, seine Fallstudie „The Last Hippie“ ist ebenfalls Grundlage dieser faszinierenden Vater-Sohn-Beziehung, die nicht die Schwere eines Dramas vermittelt, sondern ein großartiger Film über die heilsame Kraft der Musik geworden ist. Man kann auch singen: All you need is Music! Die Liebe eines Vaters ausgedrückt in Musik, die nicht damit endet, dass er für ein ausverkauftes Grateful-Dead-Konzert noch Karten ergattert. Ada Rompf
JIM KOHLBERG: The Music never stopped • USA 2011, 105 Minuten, Start: 29. März 2012
UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN?

Es lässt sich nicht länger verdrängen, gegen die Bedrohung der wachsenden Abhängigkeit im Alter wollen die beiden Paare Annie und Jean, Jeanne und Albert sowie der verwitwete Single Claude endlich was unternehmen. Zum Entsetzen ihrer Kinder gründen die fünf Freunde im Haus von Annie (Geraldine Chaplin) und Jean (Guy Bedos) eine Alten-WG.
Zur Unterstützung im Alltag und als Helfer in allen Lebenslagen wird ein deutscher Student (Daniel Brühl) unverzichtbarer Bestandteil der illustren Gesellschaft. Auch wenn das Motto der fünf rebellischen Senioren „nicht ins Heim und nicht allein“ lautet, schützt es doch nicht vor überraschenden Ereignissen, kleinen und mittleren Katastrophen, die viel Geduld und Improvisation verlangen. Selbst existenzielle Herausforderungen müssen gemeistert werden, Jeanne (Jane Fonda) wird damit konfrontiert, dass ihre lebensbedrohliche Krankheit nicht heilbar ist. Sie behält die grausame Diagnose für sich und bereitet insgeheim, ebenso pragmatisch wie unsentimental, ihr Begräbnis vor. Denn wenn sich der Tod schon nicht vermeiden lässt, will sie wenigstens entscheiden, wie sie bestattet wird: unter einer Gartenlaube mit Rosen und in einem fröhlichen, pinkfarbenen Sarg.
Stéphane Robelin hat mit einem Ensemble legendärer Schauspieler einen wunderbar warmherzigen Film geschaffen, nicht nur für ältere Menschen, denn schließlich wird jeder mal alt und manche Sehnsüchte haben nichts mit dem Alter zu tun … oder? Ada Rompf
STÉPHANE ROBELIN: Und wenn wir alle zusammenziehen • F/D 2011, 96 Minuten, Filmstart: 5. April 2012
IM REICH DER RAUBKATZEN

Nach den Welterfolgen Unsere Erde und Unsere Ozeane zeigt Disneynature wieder ein mitreißendes Natur-Epos mit einer wahren Geschichte, die nicht mit filmischen Mitteln beschönigt wurde
Die „Stars“ der Handlung leben in den Savannen der Masai Mara, in denen noch alle drei afrikanischen Raubkatzen leben: Löwen, Geparden und Leoparden. Im Mittelpunkt stehen die Junglöwin Mara, deren Mutter bei einem Jagdunfall verletzt wurde, sowie Sita, eine furchtlose Gepardin mit ihren fünf Neugeborenen, und der angeschlagene Rudelführer Fang, der sein Revier gegen rivalisierende Löwen und seinen Nachwuchs verteidigen muss.
Wie gesagt: Weder die Handlung noch die spektakulären Bilder sind manipuliert, alles, was man sieht, ist hundertprozentig echt. Für das packende Naturschauspiel haben die erfahrenen Dokumentarfilmer über zwei Jahre mit den majestätischen Raubkatzen verbracht; inmitten einer paradiesischen Landschaft, in der „man sich fühlt, wie am Anfang der Schöpfung“. Ada Rompf
ALASTAIR FOTHERGILL / KEITH SCHOLEY: Im Reich der Raubkatzen • USA 2011, 89 Minuten, Filmstart: 19. April 2012
SLOW SEX

In einer durchsexualisierten Gesellschaft, geprägt von Marketingslogans, ist Performance alles. Gemessen an den stets präsenten Idealbildern kann die Realität nur enttäuschen. Das beschleunigte Lebenstempo, die überall sichtbare Inszenierung von Erotik, uneinlösbare Perfektionsansprüche machen auch aus Sex, Zweisamkeit und Liebe einen Wettbewerb.
Diana Richardson, Autorin der Bestseller Zeit für Liebe (Innenwelt 2004) und Zeit für Weiblichkeit (Innenwelt 2010) empfiehlt für ein glückliches, erfüllendes Sexualleben die Verlangsamung – das Rausnehmen des Tempos. In ihren Büchern und Seminaren vermittelt sie Frauen und Männern ein Verständnis von im Alltag positiv gelebter Sexualität als Alternative zu überhasteter, entindividualisierter, mechanischer Imitation von Erotik und Liebe. Der Individualität im Sex, der uninszenierten Erotik und der zwanglosen, nicht vom Wettbewerb überfrachteten Zweisamkeit ist die auf Diana Richardsons erfolgreichen Seminaren und Büchern basierende DVD Slow Sex gewidmet, auf der die Ansätze und Theorien ihrer Methodik kompakt und zugänglich dargestellt werden. Diana Richardson praktiziert in aller Offenheit sexuelle Empathie, betont die Natürlichkeit und Substanz von sexuellem Handeln und gibt weiblichen Interessen und Bedürfnissen gebührenden Raum.
DIANA RICHARDSON: Slow Sex • Innenwelt Verlag 2012, DVD, 80 Minuten
Foto: (c) relaxLove Productions
VERLOSUNG: Gewinnen Sie eine von drei DVDs Slow Sex von Diana Richardson. Einfach E-Mail schicken an redaktion@kgs-hamburg.de oder Postkarte an KGS Hamburg, Redaktion, Bornstraße 4, 20146 Hamburg. Einsendeschluss: 10. April 2012. Stichwort: Slow Sex.
DIE HÖHLE DER VERGESSENEN TRÄUME

Der Regisseur Werner Herzog ist für seine universelle Suche nach Spiritualität und dem Ursprung des menschlichen Seins bekannt, die sich wie ein roter Faden durch sein Oeuvre zieht.
Kürzlich ist dem Filmemacher ein spektakulärer Coup gelungen: Er durfte mit einer exklusiven Drehgenehmigung Zutritt zu einer wissenschaftlichen Sensation nehmen – den 1994 im Ardèche-Tal entdeckten Chauvet-Höhlen, die über 400 Wandbilder enthalten, teils bis zu 32.000 Jahre alt. Ein Felseinsturz hat den Eingang zu den Höhlen vor mehr als 20.000 Jahren versiegelt und ein Wunder der Konservierung ermöglicht. Die Höhlenmalereien und -zeichnungen in der Ardèche-Provinz gelten als die bisher frühesten Funde von vorzeitlicher Kunst und werden seit der Entdeckung unter Verschluss gehalten. Schon die kleinste Veränderung der Luftfeuchtigkeit durch menschlichen Atem kann verheerende Folgen für die prähistorischen Kunstwerke haben und sie zerstören. Neben einem Team von Wissenschaftlern durfte Herzog unter strengsten Auflagen für kurze Zeit im Frühjahr 2010 in den Chauvet-Höhlen filmen. Der Regisseur begnügt sich nicht damit, die Entdeckungen einfach aufzuzeichnen, er sucht und findet Spiritualität in den betrachteten Werken, die er die Träume der Menschen der damaligen Zeit nennt. Werner Herzog realisierte diesen Film in 3D und liefert ein archetypisches Werk voller Kraft und Magie ab. Eine intensive Seherfahrung, untermalt von sakralen Klängen.
WERNER HERZOG: Die Höhle der vergessenen Träume • Ascot Elite Home Entertainment 2011, DVD/Blu-ray, 90 Minuten
BROKEN SILENCE

Der Kartäusermönch Fried (Martin Huber) ist mit einer außergewöhnlichen Aufgabe betreut – dafür muss er nach 25 Jahren sogar sein Schweigen brechen: Sein Abt sendet ihn ins ferne Indonesien, um den Pachtvertrag für das Schweizer Kloster zu verlängern.
Die Flugreise wird für Fried zum Martyrium und weit vor seinem Ziel steigt er in Indien aus. Erschwerend ist auch seine Unkenntnis in weltlichen Dingen und zu allem Überfluss wird ihm das Portemonnaie gestohlen. So nimmt er das Angebot von seiner Sitznachbarin im Flugzeug an, mit ihr auf dem Landweg weiterzureisen. Ashaela (Ameenah Kaplan), eine afroamerikanische Schlagzeugerin aus New York, und Fried, nach Jahren des Schweigens und der Meditation hinausgeworfen in eine Welt jenseits der Stille, – unterschiedlicher können zwei Menschen kaum sein. Und doch entsteht zwischen dem ungleichen Paar eine Art Seelenverwandtschaft auf ihrer Odyssee durch Indien. Vielleicht hat es auch das Schicksal bestimmt, dass Fried sämtliche Ordensregeln über Bord wirft, um der sterbenskranken Ashaela den letzten Wunsch zu erfüllten: ihr den Übergang vom Palmenstrand am Meer ins Paradies zu ermöglichen.
Mit minimaler Ausrüstung ist dem Münchener Regisseur ein großer Publikumserfolg gelungen mit seinen beiden Darstellern auf der Reise zu sich selbst, ein poetisches Roadmovie, das alle kulturellen und religiösen Differenzen spielend überschreitet. Der 1996 entstandene Film wird jetzt neu auf DVD veröffentlich. Ada Rompf
WOLFGANG PANZER: Broken Silence • Alive 2012, DVD, 106 Minuten plus Interview mit dem Regisseur
VERLOSUNG: Gewinnen Sie eine von drei DVDs Broken Silence. Einfach E-Mail schicken an redaktion@kgs-hamburg.de oder Postkarte an KGS Hamburg, Redaktion, Bornstraße 4, 20146 Hamburg. Einsendeschluss: 10. April 2012. Stichwort: Broken Silence.
THE BEST EXOTIC MARIGOLD HOTEL

Die kleine Gruppe britischer Pensionäre haben alle unterschiedliche Motive, Old England zu verlassen, aber ein gemeinsames Ziel: den Lebensabend im fernen Indien zu verbringen und aus der nicht so üppigen Rente etwas mehr zu machen.
Leider entpuppt sich das angepriesene Luxushotel als marode Villa, die schon die besten Zeiten hinter sich hat. Am liebsten würden einige von ihnen gleich bei der Ankunft schon wieder abreisen, doch das Budget ist knapp und der junge Hotelbesitzer Dev Patel (Slumdog Millionär) braucht dringend Gäste, um das Hotel aus der Krise zurück zu altem Ruhm zu führen. Es soll so wundervoll werden, dass die alten Leute „sich weigern zu sterben“. Die Schönheit Indiens und die Kultur in der bunten Vielfalt mit den Improvisationen des täglichen Lebens entfaltet sich in ihrer ganzen Magie auf die Reisenden – bei jedem der Sieben auf seine ganz eigene Art.
Die großartigen Schauspieler versprühen eine ansteckende Energie, die förmlich die Leinwand sprengt. Der Film von John Madden (Shakespeare in Love) ist ein Highlight dieses Frühjahrs und gut geeignet, ein wenig indische Lebenskunst mit auf den Weg zu nehmen: das Leben nicht als Recht, sondern als Privileg zu sehen. Ada Rompf
JOHN MADDEN: The Best Exotic Marigold Hotel • UK, 124 Minuten, Filmstart: 15. März 2012; Darsteller: Judi Dench, Maggie Smith, Bill Nighy, Tom Wilkinson u. v. a.
OUT OF THE DARKNESS – DER WEG INS LICHT

Dr. Sanduk Ruit ist ein nepalesischer Augenchirurg, der mit seiner speziellen Operationsmethode über hunderttausend Patienten mit Grauem Star schnell und wirksam geheilt hat. 1986 entwickelte er mit Fred Hollows, seinem australischen Mentor, einen etwa fünfminütigen Eingriff, der es den Patienten ermöglicht, nach einem kleinen Schnitt und einem Linsenimplantat wieder zu sehen.
Im März 2010 reist Dr. Ruit mit seinem amerikanischen Kollegen Dr. Geoff Tabin in das Himalaja-Dorf seiner Kindheit. Die beschwerliche Reise mit einer kompletten Krankenhaus-Ausrüstung auf dem Rücken dokumentieren der Filmemacher Stefano Levi und sein Team, von Kathmandu durch das Hochland des Himalaja. Die Schönheit der Berglandschaft lässt fast vergessen, wie beschwerlich die Reise für alle Beteiligten ist. Doch das Ziel der Expedition, erblindete Menschen von völliger Hilflosigkeit zu einem selbstbestimmten Leben zurückzuführen, treibt alle an. Der Film zeigt nicht nur die Reise und Arbeit des medizinischen Teams, sondern vor allem die große Tragweite der Erblindung für die Landbevölkerung und ihr großes Glück nach der Operation: Es ist sehr bewegend mitzuerleben, wenn eine Mutter zum ersten Mal nach sieben Jahren ihre Tochter sieht – einer von vielen berührenden Momenten.
Stefano Levi ist freischaffender Filmemacher, der ein tief greifendes Interesse an internationalen Entwicklungsprojekten hat, die ihre Zeit und Energie darauf verwenden, die Welt positiv zu verändern.
Am 19. März um 20 Uhr ist er mit dem Produzenten Werner Kubny zu Gast im Abaton. Ada Rompf
(Foto: Human Touch Pictures)
STEFANO LEVI: Out of the Darkness – Der Weg ins Licht • D 2011, 79 Minuten, OmU, Filmstart: 29. März 2012
MENSCHEN, TRÄUME, TATEN

Auf der Suche nach einem zukunftsorientierten Gesellschaftsentwurf stieß Filmemacher Andi Stiglmayr in der Altmark – 150 Kilometer westlich von Berlin – auf die vor zehn Jahren gegründete Modellsiedlung „Sieben Linden“.
120 Menschen haben sich zu unterschiedlichen Nachbarschaften zusammengefunden und versuchen dort die verschiedenen Bereiche des Lebens – wie Arbeit, Freizeit, Kommunikation, Heilung, Bildung, Ökonomie, Ökologie und Kultur – miteinander zu verbinden. Gerade was beispielsweise Kommunikation, Kindererziehung, Macht und das Verhältnis zwischen Mann und Frau anbelangt, wird deutlich, dass sich in diesem Mikrokosmos die Probleme der modernen Gesellschaft auf anschauliche Weise widerspiegeln. Einfühlsam, aber nicht beschönigend, erzählt der Film anhand des Alltags und der Gedanken zweier Mitgründer des Dorfes von den Herausforderungen des Gemeinschaftslebens mit seinen persönlichen, ethischen und ökologischen Ansprüchen sowie von Zwiespälten, Erfolgen, Verirrungen und den täglichen Begegnungen von Menschen, die einen anderen Weg gehen als den üblichen.
Nach dem bundesweit erfolgreichen Kinofilm Der bayerische Rebell über den eigenwilligen Liedermacher Hans Söllner stellt Stiglmayr nun ein Projekt vor, in dem die Sehnsüchte einzelner Menschen praktikable, nachhaltige Lösungen für ein gelungenes Lebensmodell hervorbringen. P.K.
ANDI STIGLMAYR: Menschen, Träume, Taten • Filmsortiment 2011, DVD, 88 Minuten und 120 Minuten Bonusmaterial
GOTTES MODERNE BOTSCHAFTEN

Neale Donald Walsch ist Autor der weltberühmten Trilogie Gespräche mit Gott (Arkana 2009). Sein Dialog mit Gott besteht aus neugierigen menschlichen Fragen und den liebevollen, weisen göttlichen Antworten.
Auf dieser DVD spricht Neale Donald Walsch offenherzig über seine bewegende Lebensgeschichte. Nach einem schweren Unfall verlor er alles, was seine bisherige Identität ausmachte, er landete ganz tief unten, als Obdachloser. Mit verbissener Entschlossenheit erkämpfte sich Walsch einen Weg aus dem Abgrund heraus, zurück zum „normalen“ Leben. Damit aber auch zurück zu den Themen, die ihn schon immer begleiteten – und die uns allen zu schaffen machen: Beziehungen, Geld, Gesundheit, Sorge um die Zukunft. An einem Tiefpunkt mitten in einer besonders düsteren Nacht schnappte sich Walsch einen Schreibblock und verfasste einen wütenden Brief an Gott. Gott antwortete ihm und Walsch notierte jedes seiner Worte ...
NEALE DONALD WALSCH: Gottes modernster Botschafter • Tao Cinemathek 2012, DVD, 45 Minuten plus 60 Minuten Bonusmaterial
THRIVE

Foster Gamble stammt aus der bekannten Familiendynastie Procter & Gamble und investierte gemeinsam mit seiner Frau Kimberly Carter Gamble Millionen in diesen aufrüttelnden Dokumentarfilm, der mit der Frage betitelt ist, was in aller Welt es brauchen wird, damit die Menschheit gedeihen kann.
Gemäß der Maxime des investigativen Journalismus „Wenn du wissen willst, was wirklich vor sich geht, folge dem Weg des Geldes“ stellt er die zentrale These auf, dass umweltfreundliche freie Energie heute für alle verfügbar wäre, wenn sie nicht gewaltsam von der Industrie unterdrückt würde. Der Ausblick auf umsetzbare, positive Lösungsansätze lässt die Krassheit einiger Themen in Aufbruchsstimmung umschlagen. Besonders inspirierend dürften die Ergebnisse der zwanzigjährigen evolutionsgeschichtlichen Forschung von Nassim Haramein sein. Thrive ist auch im Internet zu sehen. Das Toulouse Institut zeigt den Film am 21. und 29. März jeweils um 20 Uhr kostenlos – die Gelegenheit, ihn als Ausgangspunkt für grundlegende Veränderungen zu nutzen und mit Menschen zusammenzutreffen, die ebenfalls noch selbst denken.
FOSTER GAMBLE: Thrive – What on earth will it take • Clear Compass Media 2011, DVD/Blu-rayDisc, 132 Minuten, www.thrivemovement.com
MY REINCARNATION

Es ist die Insider-Story von Chöegyal Namkhai Norbu – einer der letzten großen Rinpoches Tibets. Er war schon bei der Geburt als verwirklichter Meister erkannt worden, als er sich willentlich, zum Wohle aller Wesen inkarnierte. Sein in Italien geborener Sohn Yeshe weigert sich hartnäckig, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.
Als großer Kenner der tibetischen Kultur und als bedeutender spiritueller Lehrer folgt Chöegyal Namkhai Norbu der Einladung des Professors Tucci vom ISMEO-Institut und lässt sich 1959 in Italien nieder, wo er heiratet und Vater von zwei Söhnen wird. Es zeigt sich, dass Yeshe, der Erstgeborene, die Reinkarnation von Rinpoches Onkel ist, der als bekannter Dzogchen-Meister in Tibet lebte. Yeshe will aber kein Lehrer sein, oder in das Kloster des Onkels zurückkehren, wo die Mönche seit seiner Geburt auf ihn warten. Er möchte ganz normal leben, weit weg von ergebenen Schülern.
Über 20 Jahre hat Jennifer Fox den tibetischen Meister und seinen im Westen aufgewachsen Sohn begleitet. Dabei ist ein vielschichtiges, sehr persönliches Porträt zweier Menschen entstanden, die miteinander darum ringen, persönliche Freiheiten oder die spirituellen Traditionen fortzuführen, für die man geboren wurde, bis der Kreis sich schließt.
Ada Rompf
JENNIFER FOX: My Reincarnation • I/D/GB/NL/USA, 102 Minuten, Filmstart: 2. Februar 2012
YOKO

Wie das wuschelige Fabelwesen Yoko aus dem Himalaja in den Westen kam – genau genommen in das sommerliche Deutschland, erzählt dieser Film nach dem beliebten Kinderbuch von Knister, Yoko – Mein ganz besonderer Freund.
Nach dem Tod ihres Papas zieht sich Pia (Jamie Blick) am liebsten in ihr Baumhaus zurück. Eines Tages bekommt sie einen riesigen Schreck, als sie ein zotteliges Wesen dabei ertappt, ihr schönes Baumhaus durcheinanderzubringen. Dabei ist der merkwürdige Besucher nur auf der Suche nach Trinkbarem und eigentlich ganz harmlos, wenn er sich nicht gerade unsichtbar macht, sich in der Kühltruhe versteckt oder sonstigen Schabernack treibt. Pia möchte das Geheimnis von ihrem neuen Freund vor ihrer Mutter (Jessica Schwarz) und ihrer kleinen Schwester unbedingt für sich behalten und ihn beschützen. Denn ein Großwildjäger (Tobias Moretti) will den Yeti an einen Sammler exotischer Tiere verkaufen.
„Zufällig“ erfährt der tibetische Lama aus dem fernen Himalaja den Ort, wohin der kleine Yeti verschleppt wurde, und macht sich mit seinen Mönchen auf den Weg, um Yoko wieder nach Hause zu holen. Der Abschiedsschmerz von Pia ist groß, aber die Freundschaft mit Yoko hat ihr Leben für immer verändert.
Ohne Altersbeschränkung von 0 bis 99, für alle Menschen, die mit Yoko Kontakt aufnehmen wollen. Ada Rompf
(Foto: Sony Picture Releases)
FRANZISKA BUCH: Yoko • D/A/S, 102 Minuten, Filmstart: 16. Februar 2012
A LIFE CONNECTED

Die Filmemacher von „A Life Connected“ wollen für die postiven Effekte einer veganen Ernährung sensibilisieren.
Pflanzliche Ernährung hat unübersehbare Vorteile: Sie kann mit wesentlich weniger Energieaufwand hergestellt werden als fleischliche, schützt Tiere vor industrieller Ausbeutung und viele Menschen haben ihre Wirkung auf den eigenen Körper schon als äußerst positiv erfahren. Veganes Essen kann außerdem unglaublich lecker sein. Ein engagiertes Team von Filmemachern, die L.O.V.E. Productions, haben einen zwölfminütigen Film zu diesem Thema produziert, den auch Ruediger Dahlke, der mit Peacefood gerade ein Buch über vegane Ernährung veröffentlich hat, voll unterstützt. In 15 Sprachen kann man sich die DVD ansehen, die zudem auch ausführliches Bonusmaterial wie ein 40-minütiges Interview über die Vorteile des Veganismus enthält. Verbreitet wird die DVD kostenlos – unter anderem bei der Buchhandlung Wrage – oder gegen eine sehr geringe Schutzgebühr. Es ist von den Initiatoren ausdrücklich erwünscht, dass das Thema so viel Aufmerksamkeit wie möglich bekommt.
A Life Connected • Love Productions 2011, CD, ca. 12 Minuten plus Bonusmaterial, kostenlos unter anderem bei der Buchhandlung Wrage
PAULO COELHO – MEIN LEBEN

Ein Porträt des charismatischen und gleichzeitig bescheidenen Schriftstellers in ganz verschiedenen Situationen seines Lebens.
Der Film zeigt Paulo Coelho als umjubelten Weltstar auf dem Roten Teppich bei den Filmfestspielen in Cannes, im Dialog mit seinen Fans und bei einer Signierstunde in einem Genfer Buchladen, die sich wegen des großen Andrangs über Stunden hinzieht. Er zeigt aber auch die nachdenklichen Seiten des Brasilianers, etwa in Santiago de Compostela, wo Paulo Coelho infolge seiner Pilgerreise seinen Traum, Schriftsteller zu werden, verwirklichte. Wir begleiten ihn bei einem seiner täglichen Spaziergänge mit seiner Frau, der Malerin Christina Oiticia – und beim Bogenschießen auf der Dachterrasse seiner Genfer Wohnung: „Da gibt es diesen Moment, in dem du absolut im Zentrum deiner selbst bist. Du fühlst die Schönheit der Anspannung – und im nächsten Bruchteil einer Sekunde – die absolute Entspannung. In diesem Augenblick siehst du die ganze Vollkommenheit des Universums vor dir, du verweilst in diesem Zustand, hast keine Fragen, keine Antworten – in diesem Moment spürst du die ganze Kraft des Lebens in dir.“ P.K.
DOROTHEE BINDING, BENEDICT MIROW: Paulo Coelho – mein Leben • Nightfrog/Nightberry/BR/arte 2011, DVD, 43 Minuten und 20 Minuten Bonusmaterial
CAIRO TIME

Es ist eine Liebeserklärung an Kairo – lebendige Kulisse für eine Romanze, die sich zart entfaltet.
Die erfolgreiche, viel beschäftigte amerikanische Modejournalistin Juliette (Patricia Clarkson) nimmt sich ein paar Wochen frei, um sich mit ihrem Mann Mark, einem UNO-Mitarbeiter, in Kairo zu treffen. Da ihr Mann im Gaza-Streifen aufgehalten wird, wird sie von seinem ehemaligen Mitarbeiter, dem ägyptischen Kaffeehausbesitzer Tareq (Alexander Siddig), vom Flughafen abgeholt. Um die Zeit bis zur Ankunft ihres Mannes zu nutzen, durchstreift sie auf eigene Faust die Metropole. Ihr selbstbewusstes Auftreten, verbunden mit einer gewissen Unbedarftheit, scheint einige Männer zu provozieren. Um sie vor Zudringlichkeiten zu schützen, wird Tareq immer häufiger ihr Begleiter. Während er zu Beginn lediglich ihr Beschützer ist, werden die Ausflüge bald eher Vorwand, um Zeit mit dem charmanten Ägypter verbringen zu können. Kairo spielt quasi die dritte Hauptrolle in dieser sich entwickelnden Liebesgeschichte ...
Die kanadisch-syrische Regisseurin Ruba Nadda zeigt in ihrer hypnotischen Liebeserklärung an Kairo die ägyptische Metropole als flirrenden Ort voller Leben. Auch wenn einzelne kulturellen Schwierigkeiten leise anklingen, geht es ihr in ihrem zweiten Film nach Sabah vor allem um ein hochatmosphärisches Porträt von Kultur und Menschen und eine fragile Romanze, die von der hinreißenden Pianomusik sowie den beiden herausragenden Darstellern Patricia Clarkson und Alexander Siddig getragen wird.
RUBA NADDA: Cairo Time • Alamode Filmdistribution 2012, DVD, 88 Minuten
LAST TRIMATE

Beeindruckende Bilder zeigen die letzten lebenden Orang-Utans und das Engagement der Wissenschaftlerin und Umweltaktivistin Dr. Biruté Galdikas.
Jane Goodall ging in den Sechzigern zu Studienzwecken zu den Schimpansen nach Afrika. Diane Fossey beobachtete die Gorillas in Ruanda – ihr Leben wurde später mit Sigourney Weaver verfilmt. Und Dr. Biruté Galdikas verschrieb sich der Forschung der Orang-Utans auf Borneo. Sie ist die letzte Grande Dame der Primatenforschung, die noch im Urwald bei ihren Schützlingen weilt. Die im Original von Mel Gibson gesprochene und mitproduzierte Dokumentation begleitet die inzwischen ergraute Dame in ihrem Alltag, zeigt sie bei der Rettung von Jungtieren und dokumentiert ihren unermüdlichen Kampf im Orang-Utan-Camp. Die seelenvollen Tiere sind mittlerweile fast ausgestorben, ihr Lebensraum schrumpft von Tag zu Tag. Dieser Film besticht durch seine einzigartigen Bilder der letzten lebenden Orang-Utans und ist eine Hommage an die engagierte Wissenschaftlerin und Umweltaktivistin Dr. Biruté Galdikas. P.K.
STEPHEN VAN MIL, PRIA VISWALINGAM: Last Trimate • KSM GmbH 2012, DVD, 52 Minuten
DER ATMENDE GOTT

In Deutschland praktizieren etwa drei Millionen Menschen Yoga. 80 Prozent davon sind Frauen. Jan Schmidt-Garre, Opern- und Tanzfilm-Regisseur, hat seine Frau aus reiner Neugier zu ihrem Yogatraining begleitet, erlebte aber schon nach kurzer Zeit eine so „explosive spirituelle Erfahrung“, dass er kurz entschlossen mit der Kamera nach Indien reiste, um die Ursprünge dieser jahrtausendealten Praxis zu ergründen.
Jan Schmidt-Garre hat sich von seiner ganz persönlichen Erfahrung dazu inspirieren lassen, diesen Film über den Ursprung des modernen Yoga zu machen. Ohne perfekt zu sein in den körperlichen Yoga-Übungen, spürte er schon sehr bald eine tiefe Verbindung von Körper und Geist, die für ihn unwiderstehlich wurde. Seiner persönlichen Neugier folgend, reist er nach Indien und hat das Glück, die wichtigsten Schüler Krishnamacharyas (1888 – 1989), des Urvaters des modernen Yoga, kennenzulernen, die selbst hochbetagt noch Yoga unterrichten. Die persönliche Erkundungsreise ist ein seltenes Zeitdokument, das die Meister des modernen Yoga vor der Kamera vereint. Es sind noch nie gezeigte historische Aufnahmen des Yoga-Urvaters Krishnamacharya, seines Schülers Pattabhi Jois sowie des legendären Iyengar, der bereits Yehudi Menuhin in die Lehren des Yoga einwies. Bei alldem folgt der Regisseur konsequent seinen Fragen: Was ist Yoga? Was geschieht, wenn man Yoga macht? Ist es ein Ritus, eine Religion? Was er findet, ist der Zauber einer Alltagspraxis in einem ungewöhnlich normalen Indien, dessen mystische Verklärung uns hierzulande oft den Blick auf das Wesentliche verstellt. Ada Rompf
Der Welt am Sonntag gab der Regisseur ein ausführliches Interview, in dem er über seine Begegnungen mit den indischen Großmeistern, über die Dreharbeiten und darüber, wie er selbst zum Yoga kam, berichtet. Lesen Sie hier das Interview mit dem Regisseur Jan Schmidt-Garre.
JAN SCHMIDT-GARRE: Der atmende Gott. Reise zum Ursprung des modernen Yoga • Deutschland 2011, Filmstart: 5. Januar 2012
ZIEMLICH BESTE FREUNDE

Zwei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Driss (Omar Sy), gerade aus dem Gefängnis entlassen, wird von seiner Mutter aus der zu engen Sozialwohnung auf die Straße gesetzt, Philippe (Francois Cluzet), ein Aristokrat mit Stadtvilla in einem Pariser Nobelviertel, dessen Maserati im Innenhof verstaubt, weil er nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist. Sie treffen aufeinander, als Driss einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung braucht. Seine lässig zur Schau gestellte Mitleidslosigkeit und unbekümmerte Art wecken Philippes Interesse und er stellt das charmante Großmaul aus der Vorstadt als Pfleger ein. Er gibt Driss zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Wie die beiden sich auf Augenhöhe begegnen und der nüchternen Realität Hoffnung und Lebensfreude abtrotzen, ist der Beginn einer verrückten, wunderbaren Freundschaft, wie sie unwahrscheinlicher nicht sein könnte und doch wahr ist.
Auslöser für den Film war eine TV-Dokumentation über Philippe Pozzo di Borgo und Abdel, „À la vie, à la mort“, der die beiden Regisseure so beeindruckte, dass sie den Stoff unbedingt verfilmen wollten. Aus diesem Herzensprojekt wurde ein berührender Film, der mit ungetrübtem Humor und Timing von Menschen erzählt, die während der Handlung über sich hinauswachsen und zu besseren Menschen werden. Hingehen, Weinen und Lachen – mit oder ohne Taschentuch. Ada Rompf
OLIVIER NAKACHE/ERIC TOLEDANO: Ziemlich beste Freunde (OT: Intouchables) • F 2011, 112 Minuten, Filmstart: 5. Januar 2012
TZOLKIN

Seit Menschengedenken spielt die Zeit eine wichtige Rolle in der evolutionären Entwicklung unserer Zivilisation. Doch was ist „Zeit“ überhaupt? Wir verstehen und messen die Zeit heute als eine dreidimensionale Bewegung durch den Raum. Dabei wissen wir spätestens seit Einstein, dass die Zeit in der vierten Dimension existiert und nicht nur als räumliche Größe angesehen werden darf. Die mittelamerikanischen Maya erkannten in den Zyklen der Zeit die unterschiedlichen Qualitäten von Evolution und Bewusstsein. Ihr Wissen manifestierten sie in ihren insgesamt 17 verschiedenen Kalendersystemen. Eines dieser Kalendersysteme ist der Tzolkin, welcher die 260 verschiedenen Zeitqualitäten unseres Kosmos umfasst. Mit der Entschlüsselung dieser Jahrtausende alten Tzolkin-Matrix können wir verstehen, wieso bestimmte Ereignisse an bestimmten Punkten der Geschichte geschehen und wie es den Maya möglich war, die Qualität der Zukunft zu beschreiben. Was geschieht wirklich um 2012?
FRANK HÖFER: Tzolkin. Die verborgene Ordnung der Zeit • Horizon 2011, DVD, 70 Minuten
GASLAND

Es passiert in ganz Amerika: Ländliche Grundbesitzer wachen eines Tages mit einem lukrativen Angebote der Energiekonzerne auf, die gerne ihr Grundstück pachten würden. Der Grund: der größte Erdgas-Boom in der Geschichte des Landes. Mit einer unter anderem von der US-Firma Halliburton entwickelten unkonventionellen Erdgas-Fördermethode namens „Fracking“ wird das Erdgas aus dem Boden gepresst. Für die Wirtschaft ein milliardenschwerer Markt. Doch die Frage darf gestellt werden: Ist „Fracking“ sicher? Als Filmemacher Josh Fox selbst gefragt wurde, ob er sein Land für Bohrungen verpachten würde, begab er sich auf eine klassische Roadmovie-Odyssee quer durch das ganze Land. Josh Fox kam so einer Reihe von Geheimnissen, Lügen und ökologischen Risiken auf die Spur. Er zeigt, wie riskant die Verfahren wirklich sind. Der Filmemacher traf auf brennende Wasserhähne, auf Straßen, an denen sich kilometerlange Bohrtürme aufreihen, auf explodierende Wasserbrunnen, auf Menschen mit Erkrankungen der Atemwege, auf Sprinkleranlagen, die chemieverseuchtes Wasser in die Luft pusten und auf Tiere, denen die Haare ausfallen. Dies sind nur einige der vielen absurden und befremdlichen Enthüllungen über das von Josh Fox neu entdeckte Land namens „Gasland“ ... P.K.
JOSH FOX: Gasland • DVD/Blu-ray USA 2010, 103 Minuten. www.gaslandthemovie.com
IM KOPFSTAND ZUM GLÜCK

Vier Großstadtmenschen in einem modernen Berliner Yogastudio: Der Film begleitet die Protagonisten während der Zeit ihrer Ausbildung zum Yogalehrer. Ihre Motive sind so unterschiedlich wie sie selbst: Sie wollen Yoga lehren, weil ihr bisheriger Beruf zu wenig Erfüllung bringt oder weil sie einen seelischen Anker im Hochleistungsbetrieb benötigen, sie suchen einen Ausgleich zum einsamen Schreibtischjob oder wollen einfach tiefer in die Gedanken- und Lebenswelt der verschiedenen Yogalehren einsteigen. Der Film erzählt von Sinnsuche, Körpererfahrung, Grenzüberschreitung, dem Leben in Berlin und der Suche nach dem Glück. Neben der Vermittlung des Grundwissens verlangt die Ausbildung von den Schülern vor allem, dass sie zu sich selbst stehen, dass sie ihre Fehler, Schwächen, Widersprüche, aber auch ihre Talente und Chancen in Beruf, Familie und bei Freunden erkennen. Jeder für sich allein und trotzdem gemeinsam bestehen sie diese Herausforderungen. Mit heiterer Anteilnahme werden die Protagonisten bei diesem Prozess beobachtet. Sie werden begleitet bei ihren körperlichen und seelischen Anstrengungen. Die Kamera ist bei großen Gefühlsausbrüchen ebenso dabei wie bei den Momenten voller Situationskomik. P.K.
IRENE GRAEF: Im Kopfstand zum Glück • DVD, Deutschland 2011, 93 Minuten, www.imkopfstandzumglueck-derfilm.de
MORGEN DAS LEBEN

Judith. Ulrike. Jochen. Drei Menschen in einer Großstadt. Drei Menschen, die versuchen ihrer Sehnsucht nachzukommen und auf ein anderes Leben hoffen. Drei Leben, die unterschiedlicher nicht sein können, aber doch eine innere Gemeinsamkeit haben. Judith, die ehemalige Stewardess, lebt mit ihrem kleinen Sohn alleine in einer neuen Wohnsiedlung am Stadtrand und verdient ihren Lebensunterhalt mit Heimarbeit und Telefonmarktforschung. Ulrike ist von ihrem Freund verlassen worden und hat gerade ihren sicheren, aber öden Job im Sozialreferat gekündigt, um sich neu zu verwirklichen. Jochen hofft auf eine Perspektive fern von Gelegenheitsjobs, um sich als Versicherungsvertreter endlich eine eigene Wohnung leisten zu können. Bei allen dreien scheint das Leben aus den Fugen geraten zu sein und nur aus Vorläufigem zu bestehen. Sie versuchen sich neu zu orientieren, den Alltag positiv zu gestalten, dem Leben einen Sinn zu geben und dabei die Liebe zu finden.
Der Film porträtiert drei Menschen bei ihrem Versuch, aus der ewigen Warteschleife ihres bisherigen Lebens auszubrechen: einen kleinen oder großen Schritt weiterzugehen in Richtung eines Gefühls von Glück und Erfüllung. Ganz natürlich und sensibel erzählt Alexander Riedel (Draußen bleiben) in seinem Spielfilmdebüt eine deutsche Großstadtgeschichte. P.K.
ALEXANDER RIEFEL: Morgen das Leben • DVD, Deutschland 2010, 91 Minuten. www.morgendasleben.de
MANITUS GRÜNE KRIEGER

Wolf-Dieter Storl gilt als einer der gefragtesten Kulturanthropologen und Ethnobotaniker weltweit. 1954 wanderte er nach Ohio/USA aus, wo er die meiste Zeit seiner Kindheit in der Waldwildnis verbrachte. Heute lebt der Botaniker mit Frau und Kindern auf einem Hof im Allgäu annährend autark und widmet sich hauptsächlich dem Schreiben. In den prächtigen Laubwäldern des Mittelwestens beginnt dieses von Sohn Ingo Storl produzierte Road Movie: Von den fantastischen Waldgebieten Wisconsins über die endlose Prärie und die National Parks Grand Teton und Yellowstone bis tief in die Rocky Mountains in Montana präsentiert Wolf-Dieter Storl die Heilpflanzen des Landes in ihrem kulturellen und ökologischen Kontext; zahlreiche interessante Pflanzenkundige und Medizinmänner runden das Bild dieser Reise ab, deren Ziel das „Montana Herbal Gathering“, ein Treffen der Kräuterkundigen und Pflanzenfreunde ist. Mit kritischem Blick schaut Ingo Storl auch auf staatliche und pharmazeutische Kontrollen Amerikas. P.K.
INGO STORL: Manitus Grüne Krieger • DVD, Deutschland 2011, 70 Minuten zzgl. Extras. www.manitus-gruene-krieger.de
BEKENNTNISSE EINES ÖKO-TERRORISTEN

Der Filmemacher Peter Jay Brown und seine Kamera waren jahrelang bei den halsbrecherischen Aktionen des wohl berühmtesten Umweltpiraten der Welt dabei: Peter Watson. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern von Greenpeace, verließ die Organisation aber 1977, weil sie ihm nicht radikal genug war. Seit dem ist er mit der „Sea Shepherd“ und seiner Crew auf den Weltmeeren unterwegs. Unter der Version der Totenkopffahne kämpfen die Tierrechtsaktivisten oftmals auf sehr unorthodoxe Art und Weise gegen das brutale Vorgehen der Robbenfänger, zerstören illegale Treibfangnetze, oder rammen Walfangschiffe. Die einmaligen Bilder die dabei entstanden, werden mit diesem Film erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt. Auf dem Hamburger Filmfest 2011 feierte Confessions of an Eco-Terrorist Deutschland Premiere und die Besucher waren begeistert vom Auftritt des anwesenden Peter Jay Brown. P.K.
PETER JAY BROWN: Confessions of an Eco-Terrorist • USA 2011, 90 Minuten
GLÜCKSFORMELN

Der unstillbaren Sehnsucht nach dem Glück, die alle Menschen eint, ist eine außergewöhnliche Dokumentation gewidmet: Glücksformeln – vom Suchen und Finden eines Lebensgefühls. Inspiriert wurde Larissa Trüby zu diesem Thema auf der Happiness-Konferenz in Sydney, die 2009 zum vierten Mal stattfand.
Wissenschaftler und Glücksforscher aus aller Welt referieren über ihre Erkenntnisse, die sie aus den verschiedensten Fachgebieten gewonnen haben. Ob es so etwas wie Glücksformeln gibt, versucht die Regisseurin in Gesprächen mit den namhaften Experten herauszufinden. In ihren weiteren Nachforschungen stellt sie verschiedene Protagonisten mit ihren ganz eigenen Vorstellungen vom Glück vor. Erstaunlicherweise erfährt man von dem Unterrichtsfach „Glück“, das Ernst Fritz-Schubert (62) als erster Pädagoge entwickelt hat und erfolgreich anwendet. Und von Luis (11), der sich nicht vorstellen kann, wie man als Erwachsener überhaupt glücklich sein kann, und Leo (90), der sein Leben trotz des Todes seiner Frau wieder als erfüllt empfindet.
Das Ergebnis für die Experten ist ganz klar: Glück hat mit den äußeren Lebensumständen und mit der Verbundenheit zur Welt zu tun. Die Überraschung dabei ist: Menschen sind am glücklichsten, wenn sie etwas für andere tun können und sich nicht alles um ihr eigenes Ego dreht. Ada Rompf
LARISSA TRÜBY: Glücksformeln • Universum Film GmbH 2011, Dokumentarfilm, Deutschland 2010, 96 Minuten
NACHTMEERFAHRTEN

Für einen Filmemacher ist es nicht schwierig, vom Werk C.G. Jungs fasziniert zu sein. Reich ist die Welt der Urbilder der Seele, der Archetypen, die der große Psychologe des 20. Jahrhunderts entdeckt und erforscht hat. Rüdiger Sünner ist fasziniert von Jungs Spiritualität, die die Begegnung mit dem Schatten, ein zentraler Begriff in Jungs Werk, beinhaltet - der Europäer, so sagte Jung einmal, dürfe sich nicht durch spirituelle Praktiken um seine „dunklen Ecken herumdrücken“. In vielen Mythen muss der Held eine Nachtmeerfahrt durchmachen, in der er rätselhaften Wesen und gefährlichen Situationen begegnet. Carl Gustav Jung, der von 1875 bis 1961 lebte, ging selbst auf eine solche Entdeckungsreise und befragte die Welt der Symbole und Archetypen auf ihre Bedeutung für unser Leben. Der Psychologe begab sich in Gefahrenzonen, aber er entdeckte vor allem den schöpferischen Reichtum unseres Unbewussten, das heilende Potential der Archetypen und Symbole, das uns, bei richtigem Umgang, zu einem vollständigen Leben führen kann. Was können wir aus Mythen und Träumen lernen? Was erzählen uns unsere „Anima“ und unser „Schatten“ dabei? Wie sehen heutige Nachtmeerfahrten aus? Diesen Fragen geht Filmemacher Rüdiger Sünner mit einer Reihe Interviewpartnern nach, darunter die bekannte Psychoanalytikerin und TraumexpertinVerena Kast. Dieser Film lädt zu einer spannenden Reise in die Biografie C.G. Jungs und in die wirkmächtige Welt der Mythen, Träume und Symbole ein. P.K.
RÜDIGER SÜNNER: Nachtmeerfahrten. Eine Reise in die Psychologie von C. G. Jung • absolut Medien 2011, DVD, 70 Minuten plus 22 Minuten Bonus mit einem Interview mit Verena Kast
LIFE IN A DAY

Eine Reise quer über den Erdball, ein Blick auf alle Kontinente, in unzählige Leben: Life in a day - ein Tag auf unserer Erde ist das Ergebnis eines weltweiten Aufrufs, private Momente des zufällig gewählten 24. Juli 2010 mit der Kamera festzuhalten und über die Internetplattform YouTube hochzuladen. Über 80.000 Videos mit mehr als 4.500 Stunden zutiefst persönlicher und bewegender Filme aus der ganzen Welt gingen ein. Daraus schuf Oscarpreisträger Kevin MacDonald mit Hilfe von Ridley Scott (Gladiator, Thelma & Louise) ein interkulturelles Kaleidoskop des heutigen Lebens auf unserer Erde – von leise bis laut, von banal bis schockierend, von quietschvergnügt bis zu Tode betrübt. Eine Ode an die Menschheit und ein weiteres Zeichen der filmischen Demokratisierung. P.K.
KEVIN MACDONALD: Life in a day – ein Tag auf unserer Erde • Alive 2011, DVD, 90 Minuten plus 54 Minuten Bonusmaterial
PACHAKUTEC – ZEIT DES WANDELS

Eine alte Überlieferung der Inka besagt, dass die Ära der Dunkelheit zum Ende kommt und die Zeit des großen Wandels anbricht: das Pachakutec. Naupany Puma, ein Nachfahre des Inka-Puma-Stammes, wurde von Schamanen aus Ecuador und Peru 1996 als der letzte Sonnenpriester dieser alten Inkatradition anerkannt, der seine ihm bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat: die Heilung der Erde zu unterstützen und neue Erkenntnisse für die Zeit des Umbruchs zu sammeln. Dafür begibt er sich auf einen langen Pilgerweg, der ihn über sämtliche Kontinente zu den Kraftplätzen dieser Erde führt. An diesen Stätten zelebriert der auserwählte Sohn der Erde die heilenden Rituale.
Es ist ein Geschenk, Naupany Puma auf seiner inneren wie äußeren Reise begleiten zu dürfen und die Schönheit der Natur mit den Augen dieses besonderen Menschen zu erleben. Die Botschaft am Ende seiner Reise ist an uns alle gerichtet: Eine neue Zukunft entsteht nur aus einer geheilten Vergangenheit.
Bei der Verleihung des Cosmic Cine Award 2011 erhielt der Film den „Cosmic Angel“ in der Kategorie: Jurypreis.
Ada Rompf
ANJA SCHMIDT (Regie und Buch): Pachacutec – Zeit des Wandels • Scorpio Verlag 2011, DVD, 89 Minuten
PINA

Dies ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders. Bei einem Gastspiel in Venedig 1985 sah Wim Wenders erstmals eine Choreografie von Pina Bausch bei einem Gastspiel des Tanztheaters Wuppertal. „Schon nach ein paar Augenblicken (…) ungläubigen Staunens habe ich einfach meinen Gefühlen freien Lauf gelassen und hemmungslos drauflosgeflennt“, so der Reissseur. Er konnte nicht einordnen, was er dort sah, es war kein Ballett, keine Pantomime, es war Pina: die Erfinderin einer neuen Kunst.
Aus dem persönlichen Kennenlernen entstand bald die Idee für einen gemeinsamen Film. Bis das Projekt verwirklicht werden konnte, brauchte es viele Jahre – die Umsetzung mit den verfügbaren Möglichkeiten des Mediums war für Wim Wenders nicht angemessen, Pina Bauschs einzigartige Kunst aus Bewegung, Gestik, Sprache und Musik adäquat umzusetzen. Nach intensiven Vorbereitungen 2009 war es endlich soweit, doch zwei Tage vor Drehbeginn verstarb Pina Bausch unerwartet. Das kam für alle unfassbar und Bewunderer ihrer Kunst betrauerten weltweit den Tod der großen Choreographin. Wim Wenders erklärte das gemeinsame Filmprojekt für gescheitert.
Nach einer Phase der Trauer, ermutigt vom vielstimmigen Zuspruch und mit Zustimmung der Familie, nahm Wim Wenders die Herausforderung an. So entstand mit Pina einer der ersten europäischen 3D-Filme überhaupt, weltweit ist er der erste 3D-Arthaus-Film. Er lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche, bildgewaltige Entdeckungsreise, mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und hinaus in die Stadt und das Umland von Wuppertal.
Ada Rompf
WIM WENDERS: Pina. Ein Tanzfilm in 3D • Deutschland 2011, 100 Minuten, läuft weiterhin im Passage-Kino in der Mönckebergstraße (www.das-passage.de). Nominiert für einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film
DIE ESSENZ DER HEILUNG

Nach über zwölf Jahren als normaler Chiropraktiker entdeckte Eric Pearl seine Fähigkeit zu heilen und weckte das Interesse von bekannten Ärzten und medizinischen Forschern aus Krankenhäusern und Universitäten. Seitdem ist der Autor des Buches Reconnection: Heile andere, heile dich selbst (Koha Verlag 2007) unermüdlich damit beschäftigt, unter der Leitung namhafter Wissenschaftler wie Gary Schwartz PhD, William Tiller PhD, Dr. Konstantin Korotkov und anderen diese Phänomene weiter zu erforschen. Im Film The Living Matrix, der sich mit dem Wesen und der Wirksamkeit der bioenergetischen Medizin beschäftigt und anhand von Forschungsergebnissen die Zusammenhänge zwischen Informationsfeldern, unserer Physiologie und unserer Biochemie herstellt, wirkt er als international bekannter und anerkannter Heiler mit. In Die Essenz der Heilung ist Dr. Eric Pearl nun mit einem Vortrag über die Essenz der Heilung zu sehen, den er anlässlich des vierten internationalen Bleep-Kongresses im Juni 2010 in Hamburg gehalten hat. Eric Pearl schockiert die spirituelle Szene mit provokanten Aussagen über die zahlreichen Konzepte energetischer Heilung und betont, dass Heilung ein Prozess des Nichttuns jenseits aller Konzepte ist, ein Einschwingen auf ein intelligentes Heilungsfrequenzfeld. P.K.
DR. ERIC PEARL: Die Essenz der Heilung • Koha 2011, DVD, 86 Minuten
BEING IN THE WORLD

Einst haben wir zu Göttern, Helden und Heiligen aufgeschaut. Doch wer sind heute unsere Vorbilder? Haben wir überhaupt noch welche? Was zum Beispiel ist mit den Sportlern von heute, den Musikern, Handwerkern und Köchen? können diese Experten uns noch begeistern und uns ein Gefühl des Staunens wiedergeben? Wir Menschen verfügen über die einzigartige Fähigkeit, durch körperliche, geistige und kreative Fähigkeiten Sinn in der Welt zu finden. Und je besser wir auf einem Gebiet sind, desto kreativer werden wir auf einmal. Denn wenn Menschen nach ihren Fähigkeiten handeln, sind sie im sogenannten „Flow“ – wie berauscht. Meister auf ihrem Gebiet überlegen nicht erst, sondern tun instinktiv das Richtige zur richtigen Zeit auf die richtige Art und Weise. Doch warum haben wir heutzutage das Bedürfnis, erst zu überlegen, bevor wir handeln, und wie eine Maschine die vernünftigste Lösung zu finden? In diesem für den Cosmic Cine Award nominierten Film von Tao Ruspoli können die Zuschauer den weltbekannten Philosophen Hubert Dreyfus und eine ganze Generation durch ihn inspirierter Kollegen auf eine faszinierende Gedankenreise begleiten. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die uns zeigen, wie wir vom sturen Regelbefolgen zum tatsächlichen können gelangen, wie wir Meister auf dem Gebiet der Kunst, des Handwerks oder des Sports werden und wie wir dadurch erst die wahre Vielfalt des Lebens erfahren. P.K.
TAO RUSPOLI: Being in the world • Scorpio 2010, DVD, 77 Minuten
VON MENSCHEN UND GÖTTERN

Das Klosterleben der Mönche, das geprägt ist durch ruhige, ritualisierte Handlungen, ob im Gebet oder beim gemeinsamen Singen und während der täglichen Schweigestunden, zeigt, wie die kleine Glaubensgemeinschaft um den Abt Christian (Lambert Wilson) in Einklang mit Gott und den benachbarten Dorfbewohnern lebt. Die Mönche leisten den Nachbarn wertvolle Hilfe bei der medizinischen Versorgung wie auch beim Ausfüllen amtlicher Formulare, selbst bei Liebesangelegenheiten ist der Rat der Mönche gefragt.
Jäh wird das harmonische Zusammenleben der neun Trappisten-Mönche in den Bergen Algeriens gestört, als in der Nähe des Klosters eine Gruppe von Gastarbeitern getötet wird. Das Militär und der Bezirksvorsteher drängen die Mönche, Tibhirine zu verlassen, da sie ihren Schutz nicht mehr gewährleisten können. Diese aber finden aus ganz unterschiedlichen Beweggründen zu dem gemeinschaftlichen Entschluss: Sie werden bleiben, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Geschichte, die auf Tatsachen beruht, erzählt von den letzten Wochen der Mönche, die 1996 auf nie geklärte Weise ums Leben kamen. Der Film zeigt eine spirituelle Gemeinschaft, die ihren Glauben und die eigenen Überzeugungen inmitten einer gewalttätigen Welt bewahrt. Ein fast heiliger Moment entsteht, wenn die Mönche bei ihrem letzten Beisammensein zu den Klängen von „Schwanensee“ ihr Abendmahl in gelassener Ruhe feiern. Ada Rompf
XAVIER BEAUVOIS: Von Menschen und Göttern • Warner Home Video, DVD, 117 Minuten
DER WEISSE LÖWE

Die Kinder sitzen am Lagerfeuer und lauschen dem alten Gisani (John Kani), der die Legende vom weißen Löwen erzählt. Es ist seine Geschichte: wie er als junger Mann (Thabo Malema) auf der Suche nach einem Heilmittel ein weißes Löwenbaby fand, das einer alten Überlieferung zufolge ein seltenen Botschafter der Götter ist, weil er das Leuchten der Sterne in seinem Fell trägt.
Gisani wird zum Wächter und Beschützer von Letsatsi, wie das heilige Tier genannt wird, da das Leben seines Volkes eng mit dem Schicksal des weißen Löwen verknüpft ist. Aus der Ferne folgt er Letsatsi, wie er sich – vertrieben von neuen Herrschern des Territoriums – allein den Gefahren der Wildnis stellen muss, bis er ein prächtiger Herrscher seines eigenen Rudels wird.
Der Film dieser wunderschönen Natur und seltenen Tieraufnahmen ist durch die Mitarbeit von „Löwenflüsterer“ Kevin Richardson entstanden. Die Realverfilmung einer der wunderbarsten Legenden Südafrikas wurde mit drei SAFTA Awards und dem Publikumspreis des LUCAS Kinderfilmfestivals ausgezeichnet. Ein großartiges Erlebnis für die ganze Familie, wobei ganz beiläufig für den Natur- und Artenschutz sensibilisiert wird. Ada Rompf
MICHAEL SWAN: Der weiße Löwe • Sunfilm Entertainment, Erscheinungstermin 11. August 2011, DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D, 93 Minuten
Unser Buchtipp: Linda Tucker: Die Löwenfrau. Das Geheimnis der Weißen Löwen • Allegria 2010, geb., 560 Seiten, 24,95 Euro
Zum Inhalt: In Südafrika geboren, in England in der Welt des Marketing zu Hause, ohne besonderen spirituellen Hintergrund erreicht Linda Tucker scheinbar aus dem nichts der Ruf der weißen Löwen in Afrika. Durch eine Kette von Zufällen wird sie in ein neues Leben gerufen, dem sie sich schließlich mit Hingabe und all ihrer Kraft widmet: Der Schutz der weißen Löwen in Freiheit und die spirituelle Bedeutung der weißen Löwen für Afrika und uns Menschen.
Lesen Sie hier mehr über Linda Tucker und die weißen Löwen. www.allegriamagazin.de
Information über das Projekt: www.allegria-weisseloewen.de
DAS WUNDER LEBEN

Jeder der aufwendig produzierten Teile dieser atemberaubenden BBC Naturdokumentation feiert die großartige Vielfalt des Lebens und schildert spektakuläre wie überraschende Strategien von Tieren und Pflanzen für das tägliche Überleben. Innovative HD-Superzeitlupen offenbaren tierisches Verhalten, das dem bloßen Auge sonst verborgen bliebe. In diesem zweiten Teil werden beispielsweise Seelöwen beobachtet, die ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel mit Weißen Haien treiben. Atemberaubende Zeitlupenbilder zeigen, wie Hasenmaulfledermäuse im Sturzflug Fische aus dem Wasser schnappen. Und Großaufnahmen offenbaren, wie fleischfressende Pflanzen jagen. Die Stars sind die Lebewesen dieser Erde, gefilmt in über vier Jahren Produktionszeit und 3.000 Drehtagen, rund um den Globus, auf allen Kontinenten und in allen Lebensräumen. 130 außergewöhnliche Tiergeschichten sind zu sehen, davon 54, die so noch nie gefilmt wurden. Das Wunder Leben ist eine Serie von immensem Umfang und stellt neue Maßstäbe im Genre des Naturfilms auf. P.K.
BBC: Das Wunder Leben. Life Vol. 2 • Polyband & Toppic Video / BBC 2009, DVD/Blu-ray, Doku, 250 Minuten
MYTHOS AMAZONAS

Die dreiteilige Doku-Serie entführt den Zuschauer in die Welt des größten Regenwaldes der Erde. In eine Region, die den ersten Europäern, die sie betraten, Furcht einflößte. Für sie war der Amazonas eine „Grüne Hölle“, ein unheilvoller Ort voller giftiger Pflanzen und gefährlicher Tiere. Heute weiß man, wie artenreich und einmalig das Gebiet ist, welch wichtige Rolle es für das Weltklima spielt und dass sich viele bislang unentdeckte Rohstoffe für beispielsweise Arzneien in den Pflanzen verbergen. Drei Jahre verbrachte das Produktionsteam am Amazonas. Auf einer Fläche etwa 20 Mal so groß wie Deutschland legten sie tausende Kilometer zu Fuß, in Booten, in Flugzeugen oder Helikoptern zurück. Sie wagten sich in weit entlegene Regionen, erklommen die Wipfel von Urwaldriesen und tauchten zwischen überfluteten Baumkronen. Die Mühe lohnte sich – aufwendige Zeitlupen, stabilisierte Flugaufnahmen, Unterwasser- und Makroshots sowie Kranfahrten lieferten 400 Stunden Naturfilmmaterial in HD Qualität, darunter einzigartige Aufnahmen und spektakuläres, nie gezeigtes Tierverhalten. Für diese DVD/BD-Ausgabe wurden die besten Aufnahmen extrahiert. P.K.
CHRISTIAN BAUMEISTER: Mythos Amazonas • Polyband & Toppic Video 2011, DVD/Blu-ray 2011, Doku, 135 Minuten
UNSER TÄGLICH BROT

„Die Bilder der Werbung, in denen Butter gerührt wird und ein kleiner Bauernhof mit verschiedenen Tieren gezeigt wird, hat nichts mehr damit zu tun, wo unser Essen tatsächlich herkommt. Es herrscht eine Entfremdung in Bezug zu der Entstehung unserer Nahrung und zu diesen Arbeitswelten, die es lohnt, aufzubrechen“, sagt Regisseur Nikolaus Geyrhalter über seinen erhellenden Dokumentarfilm, der eine filmische Meditation über die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion darstellt. Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen zeigt der Film Orte, an denen Nahrungsmittel produziert werden: für Fahrzeuge optimierte, surreale Landschaften; sterile Räume in funktioneller, industrieller Architektur, für logistisch-effiziente Abläufe entwickelt. Eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Nikolaus Geyrhalter zeigt die industrielle Nahrungsmittelproduktion als Spiegelbild unseres Wertkanons: viel, einfach, schnell. Wenige produzieren für uns alle. Die Dokumentation gibt dem Zuschauer Einsicht in die Orte, die sich unserem Alltag verschließen. Er bietet Einblicke dort, wo Verdrängung die Regel ist, und liefert Erkenntnis. P.K.
NIKOLAUS GEYRHALTER: Unser täglich Brot • Alive 2011, DVD/Blu-ray, Doku, 92 Minuten
COSMIC CINE AWARDS VERLIEHEN

Erstmals wurde beim Cosmic Cine Festival in Frankfurt im Mai 2011 der Cosmic Angel verliehen. Aus 31 Filmen, die in vier Städten gezeigt wurden, wurden vom Publikum und der Fachjury die Gewinner ausgewählt.
Auf der feierlichen Abschlussveranstaltung konnten die Hauptgewinner Anya Schmidt und Naupany Puma für Pachakutec – Zeit des Wandels (Jury-Preis, Besprechung siehe unten) sowie Sebastian Goder und Thomas Frei für Der Film DEINES Lebens (Publikums-Preis, siehe KGS 05/2011) den „Cosmic Angel“ in Gestalt eines Engels mit der Erde in der Hand – eingebettet als dreidimensionales Hologramm in einer Glaspyramide – in Empfang nehmen. Moderiert wurde die Veranstaltung kurzweilig und mit viel Humor von Thomas Schmelzer (Mystica TV) und Dunja Burghardt (Cosmic Cine Büro). Hier die Gewinner der ersten drei Plätze in beiden Kategorien:
Jurypreis
1. Pachakutec – Zeit des Wandels
2. Der Film DEINES Lebens
3. Am Anfang war das Licht (Besprechung siehe unten)
Publikumspreis
1. Der Film DEINES Lebens
2. Pachakutec – Zeit des Wandels
3. 2012 – Time for Change (Besprechung siehe unten)
Besonders beeindruckte das Publikum die Dankesrede des Inka Schamanen Naupany Puma, der auf bewegende Weise von seinem dreijährigen Pilgerweg und der Versöhnung aller Menschen sprach.
DER FILM DEINES LEBENS!

Von den Geheimnissen des Lebens und der Magie des Glücks. Taumelnd irrt ein Mann durch die Wüste – Bilder wie aus einer Traumsequenz, aus der er später im Krankenhaus erwacht. Doch seine Erinnerungen und sein Gedächtnis sind ihm abhanden gekommen. Blank (Patrik Fichte), der Name, den er sich selbst gegeben hat, ist wie ein leeres Blatt, auf das man alles schreiben kann. Für seine Umwelt reagiert er darauf mit einer merkwürdigen Gelassenheit, die sich daraus erklärt, dass er während seines Komas den Zugang zu einer geheimnisvollen inneren Stimme entwickelt, die Zugang zum universellen Wissen hat.
Um herauszufinden, wer er ist, macht Blank sich auf den Weg. Die Stationsschwester Maria (Jutta Fastian), seine unfreiwillige Fluchthelferin aus dem Krankenhaus, wird auf seiner abenteuerlichen Reise zu sich selbst zu seiner Komplizin. Bei der Suche nach seinem verlorenen Leben begegnen ihm Menschen, die in beruflichen, gesundheitlichen oder partnerschaftlichen Problemen stecken.
Durch seine Erkenntnis der Polarität als einer der sieben Spielregeln des Lebens, stellt er den Menschen die richtigen Fragen und zeigt ihnen auf, wie versteckte innere Programme sie unbewusst beeinflussen: dem Manager, der durch seine Krankheit die Kontrolle über sein perfektes Leben verliert, dem hoffnungslosen Bettler, der sich nicht traut, Geld für seine Bilder zu nehmen, oder der alleinerziehenden Mutter mit dem unerfüllten Wunsch nach einem Partner.
Über das Prinzip der Spiegelung, der Resonanz, von Ursache und Wirkung erfahren nicht nur Blanks neue Weggefährten, welcher Sinn in Krisen steckt und warum wir uns oft selbst behindern. Auch Blank begreift, was ihn ins Koma getrieben hat: die Kreation seines eigenen Lebens zu erkennen, um letztendlich seiner Selbst bewusst zu werden – verstanden als immerwährender Prozess. Die Überschrift könnte sein: „Wenn du etwas ändern willst, schau in den Spiegel, dein Partner spiegelt es wider.“
Der Film deines Lebens ist ein spannender, lehrreicher Spielfilm, den der Schauspieler und Regisseur Sebastian Goder mit spielerischer Leichtigkeit über die sieben Lebensprinzipien als Schlüssel des bewussten Lebens gedreht hat. Entstanden ist der Film genau nach diesen Prinzipien: Zuerst war der Traum, den der Produzent Thomas Frei hatte – er wollte einen Film produzieren, der die Inhalte von schöpferischer Lebensgestaltung und erlernbarer Intuition in Form eines unterhaltsamen Spielfilms vermittelt. Er gewann ein begeistertes Team, das wie er an die Verwirklichung seines Projektes glaubte. So entstand Blank, der Mann ohne Vergangenheit, ohne Gedächtnis, ohne Erinnerung – aber mit einer starken inneren Stimme.
Ada Rompf
SEBASTIAN GODER: Der Film Deines Lebens. Von den Geheimnissen des Lebens und der Magie des Glücks • Darsteller: Francis Fulton-Smith, Patrik Fichte, Lara Joy Körner, Angela Ascher, Jutta Fastian u. a. • Allegria 2011, DVD, 115 Minuten
AM ANFANG WAR DAS LICHT

Der Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs P. A. Straubinger lief beim diesjährigen Filmfest in München und regte das Publikum zu kontroversen Diskussionen an. Ist es denkbar, dass Menschen ohne Essen und Trinken über Jahre hinweg überleben können, indem sie sich ausschließlich von Licht ernähren? Handelt es sich hierbei um Scharlatanerie oder um vergessenes Wissen? Wie reagiert die traditionelle Wissenschaft auf das Phänomen? Gibt es Erklärungsansätze für Lichtnahrung oder Prana? Der Film zeigt Menschen, die ohne Essen und Trinken leben können – über Wochen, Jahre oder sogar Jahrzehnte. Menschen, die von sich behaupten, durch Bewusstseinsveränderung so wie eine Pflanze die Energie des Lichts nutzen zu können. Basierend auf Erlebnisberichten, mittels Interviews und wissenschaftlich protokollierten Laborexperimenten folgt der Film dem Phänomen „Lichtnahrung“ oder „Breatharianismus“. Mediziner und Wissenschaftler begeben sich auf eine verblüffende Spurensuche rund um den Globus, die neueste Erklärungsmodelle aus der Quantenphysik genauso einschließt wie das Wissen der östlich-spirituellen Tradition.
PETER-ARTHUR STRAUBING: Am Anfang war das Licht • Österreich 2009, 90 Minuten • Alive 2011, DVD
TIME FOR CHANGE

Es herrscht Endzeit – laut herausragenden Astronomen der präkolumbianischen Mayakultur nimmt zur Wintersonnenwende am 21. Dezember 2012 die Sonne in einer ungewöhnlichen und seltenen Planetenkonstellation das Zentrum der Milchstraße ein. Dies passiert nur alle 26.000 Jahre und an diesem Datum endet der Mayakalender, was von vielen Propheten als mögliches Ende der Welt interpretiert wurde.
Einen radikalen Gegenentwurf zu allen um dieses ominöse Datum sich rankenden Weltuntergangsszenarien liefert der Dokumentarfilm 2012 – Time for Change. Basierend auf den Büchern des New Yorker Autors Daniel Pinchbeck präsentiert der vom brasilianischen Regisseur João Amorim gedrehte Film radikale positive Alternativen, um dem zerstörerischen Konsumsystem heutiger Prägung eine nachhaltige ökologische Wirtschaft entgegenzusetzen. Psychedeliker Pinchbeck, Autor des Buches 2012 – Die Rückkehr der gefiederten Schlange (Sphinx Verlag 2007), prominente Künstler wie David Lynch, Sting, Ellen Page, Gilberto Gil und Wissenschaftler wie Barbara Marx Hubbard und Paul Stamets skizzieren faszinierende Möglichkeiten der Evolution menschlichen Lebens auf der Erde – auf der Basis eines grundlegenden persönlichen und gesellschaftlichen Bewusstseinswandels.
Peter Kirsten
JOÃO AMORIM: 2012 – Time for Change • Alive 2011, DVD, 80 Minuten plus 2 Stunden Bonusmaterial
DIE HEILUNG DES LICHTKÖRPERS

Die energetischen Heilweisen der Inka sind zentrales Thema dieser neuen DVD mit Alberto Villoldo. Ausgebildet als medizinischer Anthropologe ließ Dr. Alberto Villoldo vor dreißig Jahren die akademische Welt hinter sich, um bei Inka-Schamanen in den Anden die Medizin der Zukunft zu studieren. Sie lehrten ihn die Natur des leuchtenden Energiefeldes, das unseren physischen Körper umgibt und wie eine Blaupause des Lebens mit Informationen versieht. Nach altem schamanischen Wissen sind viele körperliche und psychische Probleme die Folge falscher Programmierungen unseres Lichtkörpers. Wenn wir sie verstehen, können wir uns und auch andere heilen. Der Zuschauer begleitet Dr. Villoldo zu den letzten Inka, um das Geheimnis der Schamanen zu erfahren – ein Geheimnis, das zu Gesundheit, Glück und innerem Frieden führen kann. „Wir unterscheiden zwischen Heilen und Behandeln. Das Behandeln ist die Aufgabe der Medizin, und es geht dabei um das Eliminieren von Symptomen. Das Heilen ist die Aufgabe der Schamanen – und es ist nicht nur effektiver, es beinhaltet auch das Behandeln“, sagt Alberto Villoldo. Auf der DVD sind zahlreiche Gemälde des visionären Künstlers Alex Grey zu sehen, die helfen, den energetischen Aufbau unseres Lichtkörpers zu verstehen. Kein anderer Maler hat die leuchtenden Energiefelder in ihren Feinheiten so gut erfasst.
ALBERTO VILLOLDO: Die Heilung des Lichtkörpers • Amra 2011, DVD, 74 Minuten
KEHRE ES UM!

„The Work“ von Byron Katie ist ein revolutionärer Ansatz zum Umgang mit den Gedanken, die uns davon abhalten, in Frieden und Freude zu leben. Auf dieser DVD begleitet Katie einige Menschen mit „The Work“: eine Frau, deren Bruder im Irak getötet wurde; eine Frau, die Angst hat, ihr Herz könnte gebrochen werden; einen Mann, der sich unattraktiv fühlt; eine Frau, die depressiv ist, weil die Eisbären verhungern. Mit ihrem Humor und ihrer liebevoll-scharfen Klarheit zeigt sie jedem von uns, wie „The Work“ mit vier einfachen Fragen unser Leben verwandeln kann. Eckhart Tolle, Autor des Buches Jetzt! - Die Kraft der Gegenwart (Kamphausen 2000) bezeichnet „The Work“ als „ein rasiermesserscharfes Schwert, das die Illusionen durchtrennt und dabei hilft, die zeitlose Essenz des eigenen Wesens zu erkennen.“
Byron Katie ist eine der bedeutendsten und populärsten spirituellen Lehrerinnen unserer Zeit. In ihrer weltweit von Hunderttausenden praktizierten Selbstbefragungstechnik „The Work“ zeigt sie Menschen, wie sie jegliches Leiden beenden können und lernen zu lieben, was ist. Der einfache Prozess ist Menschen jedes Alters und jeder Herkunft zugänglich. Ihre Bücher sind internationale Bestseller.
BYRON KATIE: Kehre es um! Wie The Work unser Leben verwandeln kann • Tao Cinemathek 2011, DVD, ca. 80 Minuten



